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Bären
Ursus arctos Tierlexikon.wiki.jpg

Ursidae

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Bären
Zeitraum
vor 38 Mio. Jahren-heute
Allgemeines
Verbreitung: Spanien, Frankreich, Österreich, Italien, Skandinavien, Estland, Lettland, Polen, Slowakei, Westbalkan, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Asien, Nordamerika, Grönland, nordwestliches Südamerika
Größe: Malaienbär (1-1,4 m)

Eisbär (1,8-3,4 m)

Ernährung: Allesfresser

Die Bären (Ursidae) sind eine Familie, die zu der Überfamilie der Hundeartigen (Canoidea) zählt. Zur Abgrenzung zu den Kleinbären (Procyonidae) werden sie auch Großbären oder Echte Bären genannt.

Merkmale[]

Bären sind groß oder mittelgroß, Männchen sind bis zu 20 Prozent größer als Weibchen. Die meisten Bären haben ein schwarzes, braunes oder weißes Fell, oft mit weißer oder gelber Zeichnung auf der Brust. Der Große Panda ist die Ausnahme. Bären haben einen ausgezeichneten Geruchssinn, das Sehen und Hören sind dagegen weniger gut entwickelt; dies zeigen die große Schnauze sowie die kleinen Augen und Ohren an. Im Gebiss der meisten Bären sitzen nicht die für Raubtiere typischen Brechscheren, sondern breitkronige Backenzähne, die sich gut zum Zermahlen pflanzlicher Kost eignen. Bären haben große starke Tatzen und lange fest stehende Krallen. Sie können mit einem Tatzenhieb ein anderes Tier töten.

Fortbewegung[]

Verglichen mit anderen Raubtieren laufen Bären langsam und bedächtig, sie setzen alle fünf Zehen und die Fersen am Boden auf (Sohlengänger). Wenn nötig, bewegen sie sich aber auch schnell. Bei Gefahr oder beim Verteidigen ihres Reviers stellen sich viele Bären auf die Hinterbeine, um ihre beachtliche Größe noch zu verstärken. Fast alle Bären klettern geschickt.

Ernährung[]

Alle Bären sind Allesfresser, also fressen eine Mischung aus Fleisch (auch Fisch und Insekten) und Pflanzen (von Wurzeln und Trieben bis zu Früchten und Nüssen). Der Eisbär frisst allerdings vorwiegend Robben und Fische, nur im Sommer frisst er gelegentlich Moose und Flechten. Der Große Panda dagegen ernährt sich fast ausschließlich von Bambus. Da Bären stärker auf Pflanzen angewiesen sind als andere Raubtiere verbringen sie mehr Zeit mit Fressen. Sie suchen am Tag nach Futter.

Baue und Winterruhe[]

Viele Bären, vor allem in kalten Zonen, ruhen im Winter. Sie ziehen sich in den vorbereiteten Bau zurück und leben von ihren Fettreserven. Es ist kein echter Winterschlaf, bei dem die Körpertemperatur absinkt. Im Ruhezustand werden oft Junge geboren. Die neugeborenen Jungen, die noch kein Fell haben, sind sehr empfindlich. Für sie schafft die Körperwärme der Mutter eine behagliche Umgebung.

Gefährdung und Schutz[]

Nur eine der 8 Bärenarten, der Große Panda, wird offiziell als stark gefährdet bezeichnet. Allerdings gelten fünf Arten als gefährdet und ihr Bestand geht trotz verschiedener Schutzmaßnahmen zurück. Dafür gibt es viele Gründe, zu denen neben der Jagd auch das Schmelzen des arktischen Meereises gehört, eine Bedrohung, die allein den Eisbär betrifft.

Systematik[]

Lebend:

Ausgestorben:

  • Deninger-Höhlenbär ((Ursus deningeri))
  • Atlasbär (Ursus arctos crowtheri)
  • Ursus etruscus
  • Ursus minimus
  • Höhlenbär (Ursus spelaeus)
  • Kurznasenbär (Arctodus simus)
  • Arctotherium angustidens
  • Tremarctos floridanus