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Bengalischer Hanuman-Langur
20191208 Semnopithecus entellus, Udaipur 1208 7539 DxO.jpg

Semnopithecus entellus

Systematik
Ordnung Primaten (Primates)
Unterordnung Trockennasenprimaten (Haplorrhini)
Teilordnung Affen (Anthropoidea)
ohne Rang Altweltaffen (Catarrhini)
Überfamilie Geschwänzte Altweltaffen
Familie Meerkatzenverwandte (Cercopithecidae)
Unterfamilie Schlank- und Stummelaffen (Colobinae)
Untetribus Languren (Presbytina)
Gattung Indische Languren (Semnopithecus)
Art Bengalischer Hanuman-Langur
Allgemeines
Verbreitung: Südasien
Lebenserwartung (Gefangenschaft): bis 25 Jahre
Lebenserwartung (Freiheit): bis 20 Jahre
Lebensraum: Laubwälder, Dornwälder, tropischer Feuchtwald, Siedlungen
Größe: 45-78 cm
Schwanzlänge: 80-112 cm
Gewicht: 9,5-20 kg
Ernährung: Allesfresser
Gefährdung: LC (nicht gefährdet)

Der Bengalische Hanuman-Langur (Semnopithecus entellus) ist eine Primatenart aus der Gruppe der Schlankaffen innerhalb der Gattung der Indischen Languren.

Beschreibung[]

Der Bengalische Hanuman-Langur erreicht eine Körperlänge von 45 bis 75 cm, eine Schwanzlänge von bis zu 100 cm sowie ein geschlechtsabhängiges Gewicht von sieben bis zwanzig Kg. Männchen werden deutlich größer als Weibchen. Diese Languren-Art stellt zudem die größte Art innerhalb der Schlankaffen dar. Trotz ihrer Größe und des Gewichtes weisen sie einen schlanken und zierlichen Körperbau auf. Das Fell ist überwiegend gräulich gefärbt. An den Unterarmen und den unteren Regionen der Beine ist das Fell deutlich dunkler gefärbt, der Kopfbereich weist eine hellere Färbung auf. Das Gesicht ist haarlos, die Haut ist schwarz und wird mit einem hellgrauen Haarkranz umrandet. An den Händen und Füßen haben sie jeweils fünf Zehen. Mit ihnen sind sie in der Lage, geschickt in den Bäumen zu klettern. Der sehr lange Schwanz dient ihnen dabei als Balancierorgan. Sprünge zwischen Bäumen oder Ästen von bis zu zehn Metern sind keine Seltenheit. Auch auf dem Boden sind sie sehr häufig anzutreffen. Dort bewegen sie sich auf allen Vieren fort. Bengalische Hanuman-Languren sind tagaktive Affen, die ihre Hauptaktivität in den Morgenstunden und am späten Nachmittag entfalten. Bengalische Hanuman-Languren leben meist in Haremsgruppen von zehn bis dreißig Tieren. Hier und da schließen sich auf Wanderungen auch mehrere Gruppen zusammen. Eine Haremsgruppe wird von einem dominanten Männchen angeführt. Geschlechtsreife Männchen leben in sogenannten Junggesellengruppen. Sie durchstreifen stets die Reviere mehrerer Haremsgruppen, um bei Zeiten einen Haremsanführer abzulösen. Kommt es in einer Haremsgruppe zu einer Ablösung in der Führung, so kommt es nicht selten vor, dass der neue Anführer der Gruppe den Nachwuchs, der noch gesäugt wird, tötet. So stellt er sicher, dass sehr schnell eigener Nachwuchs auf die Welt kommt. Die Reviergröße von Haremsgruppen variiert stark nach Habitat. Ein Revier kann zwischen zwanzig und fünfzig Quadratkilometer groß sein.

Verbreitung[]

Die Hauptverbreitungsgebiete der Bengalischen Hanuman-Languren und deren Unterarten erstreckt sich über den zentralen Teil Indiens und den östlichen Teil Bangladeschs. Sie leben meist in Dornwäldern oder lichten Laubwäldern. Aufgrund des gesetzlichen Schutzes haben sich die Affen auch an die Nähe der Menschen gewöhnt und bedienen sich oft in deren Gärten.

Ernährung[]

Als Allesfresser ernähren sich Bengalische Hanuman-Languren vor allem von Blättern, Trieben, Knospen, Beeren, Früchten und Sämereien, aber auch von Insekten. Aufgrund der stark zellulosehaltigen Nahrung hat sich ihr Magen angepasst. Er besteht, ähnlich wie bei Wiederkäuern, aus vier Teilen, in denen Bakterien für die Zersetzung der Nahrung verantwortlich sind. Wie bei vielen Wildtieren ergänzen diese Affen ihre Ernährung durch Lecken von Salz oder Fressen von mineralreicher Erde. Languren, die in der Nähe von Dörfern leben, profitieren häufig von Futtergaben der Menschen, die diese Affen als heilig verehren.

Fortpflanzung[]

Bengalische Hanuman-Languren erreichen die Geschlechtsreife mit drei bis sechs Jahren, wobei Männchen die Geschlechtsreife erst nach sechs Jahren erreichen. Die Paarungszeit ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden. Dennoch kommt es zwischen Januar und März zu den meisten Geburten. Ein Weibchen bringt aufgrund der langen Trage- und Säugezeit nur alle zwei Jahre Nachwuchs zur Welt. Innerhalb einer Haremsgruppe hat nur der Anführer ein Recht auf Paarung mit den Weibchen.

Nach einer Tragezeit von 190 bis 200 Tagen bringt das Weibchen meist ein Jungtier zur Welt. Instinktiv klammert es sich am Bauch der Mutter fest. Sie sind deutlich dunkler gefärbt als die erwachsenen Tiere und weisen eine dunkelbraune Färbung auf. Im späteren Verlaub der Aufzucht beteiligen sich auch andere Weibchen der Gruppe an der Betreuung. Die Säugezeit beträgt bis zu einem Jahr. Haben die Jungtiere die Geschlechtsreife erreicht, so verlassen die Männchen die Gruppe, die Weibchen bleiben meist in der Geburtsgruppe. Bengalische Hanuman-Languren können in Freiheit ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen, in Gefangenschaft auch durchaus bis 25 Jahre.

Galerie[]

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