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Der Blaue Pfau (Pavus cristatus) ist eine von zwei Arten aus der Familie der Asiatischen Pfauen. Er ist seit der Antike ein beliebter Zier- und Speisevogel.

Aussehen Bearbeiten

Der Pfauenhahn ist einer der prachtvollsten Hühnervögel weltweit. Das schillernde Blau des Gefieders ist einer der intensivsten Blautöne der Welt. Der männliche Pfau besitzt einen schillernd blauen Körper mit einer smaragdgrünen Schleppe, die aus verlängerten Deckfedern besteht. Diese wird von dem darunterliegendem Schwanz getragen und bei der Balz fächerförmig aufgestellt. Jede dieser Federn endet in einem bunten "Auge". Die Pfauenhenne ist unscheinbar braun und besitzt weder die Schleppe, noch "Pfauenaugen". Beide Geschlechter tragen eine kleine Federkrone auf dem Kopf.

Der Hahn des Blauen Pfaus erreicht mit Schleppe eine Länge von 180-230 cm und ein Gewicht von bis zu 6 kg. Das Weibchen wird etwa 95 cm lang und bis zu 4 kg schwer.

Verbreitung und Lebensraum Bearbeiten

Der Blaue Pfau ist ein Standvogel, der in den Laubwäldern und tropischen Regenwäldern Indiens, des südlichen Bhutans und Nepals und westlichen Bangladeschs lebt. Er kommt auch auf Sri Lanka vor und lebt bevorzugt in Wassernähe. Auch ist er oft in Menschennähe zu sehen, wo er z.B. in Obstgärten nach Nahrung sucht.

Seit der Antike wurde der Blaue Pfau wegen seines Fleisches und seines Gefieders in viele Länder auf der ganzen Welt eingeführt, sodass er heute weltbekannt ist.

Lebensweise Bearbeiten

Verhalten Bearbeiten

Tagsüber suchen Pfauen auf dem Boden nach Nahrung wie Samen, Blüten, Früchte, Beeren, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Typisch für Pfauen sind die vielen disharmonische Schreie. In der Abenddämmerung fliegen sie dann zum Schlafen auf Bäume, um sich nachts vor Feinden zu schützen.

Fortpflanzung Bearbeiten

Zur Balzzeit versammeln sich die Hähne an einem Balzplatz, an dem sie dann von den Hennen ausgewählt werden. Dabei werden Hähne mit vielen Augenflecken bevorzugt. Deswegen dreht der Hahn sich der Henne meist zu, stellt die Schleppe radförmig auf und schüttelt seinen Schwanz um bestmöglich zu wirken. Die Hähne paaren sich mit mehreren Hennen und rufen laut, damit sie von mehr Hennen bemerkt werden.

Die Hähne betreiben keine Brutpflege. Die Nester werden von den Hennen auf dem Boden zwischen Pflanzen gebaut. Die Henne legt bis zu sechs Eier, die sie dann ausbrütet. Nach vier Wochen schlüpfen die Küken und sind bald selbstständig.

Blauer Pfau und Mensch Bearbeiten

Pfauen wurden schon früh als Ziervogel in ihrem Verbreitungsgebiet domestiziert. Vor etwa 3000-4000 Jahren gelangten Pfaue dann durch Handel in den Mittelmeerraum. Bei den Ägyptern, den Römern und im Mittelalter Europas war ebenfalls sein Fleisch beliebt. Weil der Blaue Pfau sehr standorttreu ist, wird er bis heute in vielen Zoos und Parkanlagen frei gehalten. Durch die Domestizierung entstanden auch verschiedene Farbmorphen, die von weiß bis fast schwarz reichen.

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