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Info: Die Diademnatter (Spalerosophis diadema) zählt innerhalb der Familie der Nattern (Colubridae) zur Gattung der Diademnattern (Spalerosophis). Im Englischen wird diese Natter Diadem Snake genannt.

Aussehen und Maße: Die ausgesprochen schlank gebaute Diademnatter erreicht eine durchschnittliche Länge von 100 bis 120, selten auch bis 150 Zentimeter. Sie weist eine hellbraune bis graubraune, zuweilen auch eine gelblichbraune Gründfärbung auf. Dorsal zeigen sich dunkelbraune Sattelflecken, die stellenweise weißlich abgesetzt sind. Ventral ist die Diademnatter leicht gelblich bis cremefarben gefärbt. Die Färbung und die Fleckung kann je nach Unterart, Verbreitungsgebiet und Lebensraum leicht variieren. Im Bereich des Schwanzes können die Flecken ineinander übergehen. Der Kopf weist eine leicht dreieckige Form auf und setzt sich deutlich vom Hals ab. Die Diademnatter ist für den Menschen nicht oder nur wenig gefährlich. Das Gift weist nur eine schwach toxische Wirkung auf. Diademnattern leben hauptsächlich in wüstenartigen Steinwüsten. Während der Ruhezeiten suchen sie Schutz in Nagerbauten. Sie sind je nach Jahreszeit sowohl tag- als auch nachtaktiv.

Verbreitung: Die Diademnatter kommt je nach Unterart im nördlichen Afrika von Marokko bis Ägypten sowie im Nahen Osten und von Pakistan bis nach Indien vor. Gelegentliche Sichtungen sind aus dem Osten der Türkei bekannt. Halbtrockene bis trockene Steinwüsten und wüstenähnliche Habitate gehören zu den natürlichen Lebensräumen.

Ernährung: Diademnattern sind nur wenig wählerisch und fressen eine Vielzahl an Lebewesen, solange diese von der Größe her passen. Dazu gehören beispielsweise Nagetiere (Rodentia) wie Mäuse (Mus), kleine Eidechsen (Lacertidae) und Schlangen (Serpentes) sowie Vögel (Aves).

Fortpflanzung: Die Diademnatter gehört zu den eierlegenden Schlangenarten. Die Paarungszeit beginnt in der Regel kurz nach der Winterruhe, dies ist zumeist ab März oder April der Fall. In einer Saison kommt es lediglich zu einer Eiablage. Das Weibchen legt kurz nach erfolgreicher Paarung je nach Alter und Ernährungszustand zwischen 5 und 10, selten auch mehr Eier an geschützter Stelle in eine flache Erdmulde. In Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur schlüpfen die Jungschlangen nach 60 bis 90 Tagen. Sie weisen eine Schlupflänge von 27 bis 30 Zentimeter auf und sind gleich nach dem Schlupf auf sich alleine gestellt. Eine Brutpflege seitens des Weibchens wird nicht betrieben. Die Jungschlangen ernähren sich anfangs hauptsächlich von kleinen Eidechsen und anderem Kleingetier. Die Lebenserwartung liegt unter günstigen Umständen und in Abhängigkeit der Unterart bei 13 bis 15 Jahren.

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