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Info: Die Spinnenart Drassodes lapidosus gehört innerhalb der Familie der Glattbauchspinnen (Gnaphosidae) zur Gattung Drassodes.

Aussehen und Maße: Das Männchen erreicht eine Körperlänge von etwa 8 bis 13 Millimeter, während das Weibchen eine Körperlänge von etwa 10 bis 15 Millimeter erreicht. Die Färbung des Vorderkörpers ist gräulich bis rötlichbraun und ist mit einem schwarzen Randsaum versehen sowie mit dicken kurzen Haaren bedeckt. Die Cheliceren und der Bereich um die Augen weisen eine schwarzbraune Färbung auf. Der Hinterkörper ist einfarbig graubraun und ist ebenfalls mit einem Haarflaum bedeckt. Manchmal ist auch ein graues Mal auf dem Hinterkörper zu erkennen. Drassodes lapidosus ähnelt im Erscheinungsbild den Sackspinnen (Clubionidae) der Gattung Eigentliche Sackspinnen (Clubiona). Sie weist aber lange röhrenförmige Spinnwarzen auf, die in der Ruhelage parallel zueinander angeordnet oder auseinandergespreizt werden. Die hinteren Mittelaugen sind eng beieinanderliegend. Das Männchen besitzt auffallend große Cheliceren. Die adulten Tiere findet man von April bis August.

Lebensweise: Die Spinne hält sich an warmen, offenen und trockenen Stellen unter Steinen auf. Gelegentlich findet man sie auch in etwas feuchteren Gebieten. Sie ist eine nachtaktive Jagdspinne, die keine Fangnetze webt und tagsüber hält sie sich in dünnen Gespinstsäcken auf. Auch die Paarung, Häutung und die Eiablage findet in einem solchen Gespinstsack statt. Die Geschlechtsreife erreicht die Spinne in der ersten Jahreshälfte. Hin und wieder kommt es vor, dass die Spinne auch Menschen beißt, wobei der Biss der Spinne nicht gefährlich ist und nur eine Hautrötung hervorruft.

Verbreitung: Die Art besiedelt in Mitteleuropa das Flachland und auch die Mittelgebirge und ist dort fast überall ziemlich häufig anzutreffen. Sie bevorzugt trockene Lebensräume wie Dünen, Wiesen und lichte Wälder. Gelegentlich findet man die Spinne auch in etwas feuchteren Gebieten. Die nachtaktive Spinne hält sich, ähnlich wie die Sackspinnen (Clubionidae), tagsüber meist in einem Gespinstsack unter Steinen verborgen.

Ernährung: Die Spinne baut keine Fangnetze, sondern geht frei jagend dem Beuteerwerb nach.

Fortpflanzung: Die Spinne wird in der ersten Jahreshälfte geschlechtsreif. Das Männchen baut den Wohnsack ganz in der Nähe des noch nicht geschlechtsreifen Weibchens, mit dem das Männchen sich sofort nach der Reifehäutung paart. Meist verläuft eine solche Paarung gänzlich ohne vorherige Werbung, abgesehen von einem kurzen Beinkitzeln. Nach der Paarung verschwindet das Männchen eilig. Das Weibchen baut den Eikokon im Sommer. Der Eikokon ist dickwandig und wird im Schlupfwinkel verborgen gehalten, so dass die Eier ausgezeichnet geschützt sind.

Datei:Drassodes lapidosus.jpg
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