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Info: Die Dunkle Dickkieferspinne (Pachygnatha degeeri) zählt innerhalb der Familie der Dickkieferspinnen (Tetragnathidae) zur Gattung Pachygnatha.

Aussehen und Maße: Die Dunkle Dickkieferspinne ist mit nur 3 bis 4 Millimeter Körperlänge die kleinste Art der Gattung Pachygnatha. Durch ihren vergleichsweise untersetzten und kurzbeinigen Körperbau unterscheidet sich die Spinne deutlich von den Tetragnatha-Arten. Diese Art erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 3 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 3 bis 4 Millimeter. Beide Geschlechter ähneln sich in Zeichnung und Färbung. Bei dem Männchen tritt die Zeichnung deutlicher hervor als bei dem Weibchen. Des Weiteren besitzt das Männchen wie bei Pachygnatha[1]listeri keinen Fortsatz am Cheliceren-Grundglied. Der Rückenschild weist eine dunkelbraune bis schwarze Färbung auf, ist glänzend sowie stark genarbt und zeigt keine Zeichnung auf dem Rückenschild. Der Hinterleib ist weißlich bis rötlichbraun getönt und ist mit einer dunkelbraunen Blattzeichnung - ähnlich wie bei der Art Pachygnatha[2]listeri - besetzt, in deren Mitte ein helles Band aus unterbrochenen weißen Punkten liegt. Die Beine sind blaßbraun, glänzend und ohne Zeichnung. Die reifen Tiere sind ganzjährig zu finden.

Lebensweise: Die ausgewachsenen Tiere bauen keine Netze. Bei Jungtieren von unter 2 Millimeter Körperlänge wurde allerdings festgestellt, dass diese durchaus kleine, direkt über dem Erdboden ausgebreitete Radnetze zum Beutefang herstellen. Erst die größeren Jungspinnen und die Erwachsenen betätigen sich als frei umherschweifende Jäger. Die Dunkle Dickkieferspinne lebt vorwiegend in der niedrigen Vegetation, gehört aber auch zu den Spinnen, die man regelmäßig an Zaunpfählen, Zweigen und ähnlichen Orten beim Start zum Segeln mit dem Fadenfloß beobachten kann. Im Paarungsverhalten entspricht sie weitgehend Pachygnatha[3]listeri, da auch hier dem Männchen der Fortsatz am Cheliceren-Grundglied fehlt, erfolgt auch bei dieser Art der Zugriff auf die weiblichen Cheliceren von oben her.

Verbreitung: Sie bevorzugt allerdings offenes Gelände. So findet man die Dunkle Dickkieferspinne auf Feuchtwiesen ebenso wie auf trockenem Ödland, auf feuchten Waldgebieten im Moos, unter Laub und Steinen sowie in Gärten. In Mitteleuropa ist die Spinne überall häufig anzutreffen.

Ernährung: Die Dunkle Dickkieferspinne ernährt sich überwiegend von kleinen, weichhäutigen Insekten (Insecta). Zu ihrer Hauptnahrung zählen unter anderem Springschwänze (Collembola), Blattläuse (Aphidoidea) sowie Zweiflügler (Diptera).

Fortpflanzung: Die Paarung verläuft ähnlich wie bei der Längstgestreiften Dickkieferspinne (Pachygnatha clercki). Auch bei der Dunklen Dickkieferspinne dauert die Paarung etwa zwei Stunden. Da dem Männchen aber der Fortsatz am Cheliceren-Grundglied fehlt, erfolgt hier kein Einklemmen der weiblichen Giftklauen, sondern das Männchen umgreift von oben her die Cheliceren-Grundglieder des Weibchens. Auch auf diese Weise lassen sich die weiblichen Beißwerkzeuge außer Gefecht setzen. Die Eier werden anschließend in einem flachen, weißen Kokon zwischen Moos, unter Laub oder unter Steinen abgelegt. Im Gegensatz zum Tetragnatha-Kokon fehlt ihm die flockige, äußere Gespinstauflage.

Datei:Dunkle Dickkieferspinne.jpg

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