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Elefanten
Afrikanischer Elefant.jpg

Elephantidae

Systematik
Ohne Rang: Amnioten (Amniota)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Afrotheria
Ordnung: Rüsseltiere(Proboscidae)
Familie: Elefanten
Zeitraum
Pliozän-heute
Allgemeines
Verbreitung: Süd- & Südostasien, Afrika südlich der Sahara
Schulterhöhe: Waldelefant (1,75-3 m)

Afrikanischer Elefant (2,5-4 m)

Ernährung: Pflanzenfresser

Die Familie der Elefanten (Elephantidae) umfasst unter anderem die drei einzigen rezenten Arten der Rüsseltiere (Proboscidae).

Merkmale der einzelnen Arten[]

Gemeinsamkeiten[]

Das wohl auffälligste Merkmal ist der Rüssel, eine flexible Verlängerung von Oberlippe und Nase, die aus Tausenden von Muskelpaaren besteht. Er wird als "5. Gliedmaße" zum Graspflücken, Herabziehen von Ästen, Anheben von Baumstämmen oder Versprühen von Wasser oder Sand benutzt. Weiterhin fallen sofort die Stoßzähne (obere Schneidezähne) auf, die bei Elefantenbullen groß, dick und gebogen sind, Kühe haben kleinere Stoßzähne. Das Skelett besteht aus dicken, schweren Knochen, die das Körpergewicht tragen können. Der Schädel enthält luftgefüllte Zellen, um das Gewicht zu verringern. Die langen Stoßzähne haben tiefe, nach unten weisende Zahnhöhlen. Der Unterkiefer hat ein schnabelförmiges Kinn, das sich beim Kauen horizontal bewegt. Die großen fächerförmigen Ohren, die ein Netz von Blutgefäßen enthalten, sind ständig in Bewegung, um Wärme abzugeben. Die Haut ist spärlich behaart.

Unterschiede[]

Natürlich besitzen die einzelnen Arten auch Eigenschaften, die sie von den anderen Elefanten unterscheiden. Ein wesentliches Unterschiedsmerkmal ist der Kopf, beziehungsweise das Gesicht:

Hier sind die Unterschiede zwischen den Spezies zu erkennen

Schon die Ohren der Spezies sind unterschiedlich: Die des Asiatischen Elefanten sind im Vergleich zu denen der Afrikanischen Elefanten nämlich deutlich kleiner. Selbst die Rüssel weisen Unterschiede auf: Der Asiatische Elefant besitzt am Rüsselende einen "Finger" zum Greifen, die beiden afrikanischen Arten sogar zwei. Außerdem besitzt der Schädel des Asiatischen Elefanten zwei beulenartige Wölbungen, die zugleich den höchsten Punkt des Körpers bilden. Die Stirn der Afrikanischen Elefanten ist dagegen flach, der höchste Punkt ihres Körpers ist der Rücken.

Ernährung[]

Elefanten haben große, gerippte Backenzähne, um die harte Nahrung wie Borke, Blätter, Äste und Gras (Waldelefanten fressen auch Früchte) zerkleinern zu können. Beim Fressen richten Elefanten enorme Schäden an: Gräser werden büschelweise ausgerissen, Äste abgebrochen, Borke abgerissen und kleine Bäume manchmal entwurzelt. Einige Gebiete haben sich durch Elefanten von dichten Wäldern zu offenen Savannen entwickelt.

Verhalten[]

Elefanten leben in Familiengruppen, die aus dem ältesten, erfahrensten Weibchen (Matriarchin) und anderen Weibchen unterschiedlichen Alters (und ihren Jungen) bestehen. Zum Schutz oder bei reichem Nahrungsangebot schließen sich kleine Gruppen Afrikanischer Elefanten zu Herden aus mehreren Hundert Tieren zusammen. Wald- und Asiatische Elefanten leben nur in kleinen Familiengruppen. Männchen schließen sich einer Herde nur an, wenn ein Weibchen empfängnisbereit ist, sonst leben sie als Einzelgänger (ältere Bullen) oder in Junggesellengruppen (junge Bullen). Ausgewachsene männliche Asiatische Elefanten haben im Jahr individuelle Zeiten sexueller Erregung, genannt die Musth, in denen sie unberechenbar sind. Elefantenkälber werden vor Feinden und anderen Gefahren von allen Herdenmitgliedern, die meistens blutsverwandt sind, beschützt.

Gefährdung und Schutz[]

Alle Elefanten sind gefährdet. Der Asiatische Elefant ist durch die Konkurrenz der wachsenden menschlichen Bevölkerung bedroht. Für den Afrikanischen Elefanten gilt das Gleiche, da die Lebensräume immer stärker fragmentiert werden. Vor allem Afrikanische Elefanten sind auch wegen ihres Fleisches und des wertvollen Elfenbeins durch die Jagd bedroht. Im 20. Jahrhundert stiegen die Elfenbeinpreise und die kommerzielle Jagd nahm immer weiter zu. Die Populationen brachen zusammen, wozu noch regelmäßige Dürren beitrugen. Im Jahr 1989 verbrannten die kenianischen Behörden einen Berg beschlagnahmten Elfenbeins und 1990 wurde der internationale Handel endlich verboten, doch die Nachfrage bleibt auch im 21. Jahrhundert bestehen.

Innere Systematik[]

Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der noch lebenden Vertreter der Elefanten werden wie folgt dargestellt:

Elefanten in Kunst und Kultur[]

Asiatische Elefanten sind vor allem an indischen Volksfesten beteiligt. Beim indischen Frühlingsfest "Holi", auch das Fest der Farben genannt, werden sowohl Menschen als auch Elefanten mit einem bunten Farbpulver namens "Gulal" bemalt.

Berühmte fiktive Elefanten:

  • Dumbo, ein Zirkuselefant mit übergroßen Ohren aus dem gleichnamigen Buch und den gleichnamigen Filmen von Disney (1941, 2019)
  • Colonal Hathi und Junior, zwei Indische Elefanten aus dem Disneyfilm Das Dschungelbuch (1967)
  • Benjamin Blümchen, ein humanoider Zoo-Elefant aus der gleichnamigen Hörspielserie
  • Horton, ein verträumter Elefant aus dem Kinderbuch Horton hört ein Huh! (1954) von Dr. Seuss und dem gleichnamigen Film von 2008
  • Babar der Elefantenkönig, Held einer französischen Kinderbuchreihe und mehrerer Fernsehserien
  • Tantor, ein ängstlicher Waldelefant aus der Disney-Verfilmung von Tarzan (1999)
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