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Grizzlybär
Grizzly Bear (Ursus arctos ssp.)

Ursus arctos horribilis

Systematik
Klasse: Säugetiere
Ordnung: Raubtiere
Überfamilie: Hundeartige
Familie: Bären
Gattung: Ursus
Art: Braunbär
Unterart: Grizzlybär
Allgemeines
Verbreitung: Nordamerika
Lebensraum: Nadelwälder, Tundren
Größe: 280 cm Körperlänge, 150 cm Schulterhöhe
Schwanzlänge: 5 bis 20 cm
Gewicht: 460 kg bis 80 Kg
Ernährung: Beeren, Wurzeln, Fisch, Fleisch, Aas, Nüsse

Der Grizzlybär (Ursus actos horribilis) ist eine Unterart der Braunbären, aus der Familie der Bären.

Aussehen Bearbeiten

Grizzlybären können von 200 bis 300cm lang werden und eine bis zu 150cm hohe Schulterhöhe erreichen, während die Schwanzlänge einen Wert von 5 bis 20cm betragen kann. Sie wiegen 100 bis 680 Kilogramm, je nachdem ob sie weiter im Norden oder im Süden leben. Die Weibchen sind meistens kleiner und leichter als die Männchen.

Grizzlybären haben dicke, lange Haare, an den Schultern und am Rücken hellere Haarspitzen, die das Fell gräulich schimmern lassen. Ansonsten ist ihr Fell braun. Der zottelige Pelz schützt die Tiere sehr gut vor Kälte. Der Körperbau ist massig, ihre Glieder sind jedoch nur sehr kurz, dafür aber sehr kräftig. Jene erlauben ihnen sehr schnelle, kurze Spurts. Die Pranken haben jeweils fünf Zehen mit langen, scharfen Krallen, die nicht einziehbar sind. Außerdem haben die Grizzlybären große, schwarze Nasen, die von einem hervorragenden  Geruchsinn zeugen.

Lebensweise Bearbeiten

Verhalten Bearbeiten

Der Grizzlybär ist ein sowohl Nacht- als auch Tagaktiver Einzelgänger. Er verteidigt sein Revier, wenn es sein muss, vehement. Auf der Suche nach Nahrung durchquert er ein bis zu 780 Quadratkilometer großes Gebiet, das eine Art Revier für ihn darstellt. Artgenossen, die unterwegs angetroffen werden, vertreibt er also. In Alaska und den nördlichen Rocky Mountains hält der Grizzlybär auch bis zu sieben Monate Winterruhe, um nicht zu verhungern, da es im Winter kaum Nahrung gibt. Zur Vorbereitung legt er sich im Spätsommer einen Fettvorrat an. In Gefangenschaft lebende Grizzlybären können auch im Winter aktiv sein.

Der Grizzlybär ist sehr intelligent und besitzt ein gutes Gedächtnis, weswegen er sich viele Futterquellen, und wie man an sie herankommt, merken kann. Mit seiner Stärke kann er Baumstämme und Steine umdrehen um nach Nahrung zu suchen. Wenn er auf seinen Hinterbeinen steht zeigt er entweder Aggression oder verschafft sich so einen besseren Überblick.

Fortpflanzung Bearbeiten

Wenn der Grizzlybär mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif wird, paart er sich im Frühjahr bis Frühsommer. Ein trächtiges Weibchen sucht sich dann eine geeignete Höhle für die Geburt. Nach ungefähr 225 Tagen bringt es dann einen Wurf von einem bis vier Jungen zur Welt, meistens sind es aber zwei. Diese leben dann eine Weile in der Höhle und werden allein von der Mutter versorgt, denn ein Männchen würde die Jungen auf der Stelle töten.

Im ersten Sommer zeigt die Mutter ihren Jungen, wie man Nahrung findet. Das Jagen lernen sie erst ein Jahr später. Erst nach zwei Jahren verlassen die Jungen dann ihre Mutter. Da ein Weibchen eine sehr enge Bindung zu ihren Jungen hat, bringt sie nur alle drei Jahre einen Wurf zur Welt.

Ernährung Bearbeiten

Da der Grizzlybär ein Allesfresser ist, hat er eine breit gefächerte Speisekarte, die über Beeren und Gräser, bis hin zu Insekten, Nagetieren, Fischen und sogar Aas gehen kann. Neben Knollen und Wurzeln gräbt er auch ab und zu Erdhörnchen aus. Es kann ebenfalls vorkommen, dass ein Grizzlybär kranke, alte oder junge Tiere wie Elche erlegt. Wo verfügbar, reißen sie manchmal Weidetiere wie Schafe, Ziegen und Rinder.

Bei Grizzlybären, die an den Pazifikküsten des Nordens leben, machen Lachse während ihrer Laichwanderungen flussaufwärts einen bedeutenden Teil der Ernährung aus. Diese proteinreiche Nahrung ist vermutlich dafür verantwortlich, dass die Tiere im Norden bedeutend größer werden als ihre im Binnenland lebenden Artgenossen.

Verbreitung Bearbeiten

Der Grizzlybär lebt überwiegend in den bergigen Regionen und Nationalparks im nordwestlichen Nordamerika von Alaska über Britisch-Kolumbien bis Idaho, Montana und Wyomoing.

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