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Hauskatze
Hauskatze.jpg

Felis catus

Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Kleinkatzen (Felinae)
Gattung: Felis
Art: Hauskatze
Zeitraum
domestiziert vor 9000 Jahren
Allgemeines
Verbreitung: weltweit
Lebenserwartung: bis zu 38 Jahre
Größe: 50 cm
Gewicht: 2,5-8 kg (je nach Rasse)
Ernährung: Fleischfresser

Die Hauskatze (Felis catus) ist die Haustierform der Falbkatze, die zur Familie der Katzen gehört und vom Menschen domestiziert wurde. Sie ist die bekannteste und häufigste Vertreterin der Kleinkatzen.

Aussehen[]

Die Merkmale der Hauskatze schwanken je nach Verbreitungsgebiet. Hauskatzen sind im Durchschnitt etwa 50 cm lang und 4 kg schwer. In Verbreitungsgebieten mit kälterem Klima sind die Katzen allgemein schwerer und größer, in wärmeren Gebieten sind sie leichter. Die Länge des Schwanzes beträgt etwa 25 bis 30 cm. Die Schulterhöhe beträgt 30 bis 35 cm. Männliche Tiere sind etwas größer als weibliche. Im Wildtyp besitzt die Hauskatze eine M-förmige Zeichnung auf der Stirn, von den Augen zu Seite gehende „Kajal“-Striche, einen dunklen Aalstrich und dunkle Querstreifen oder auch Tupfen an den Körperseiten. Beine und Schwanz sind ebenfalls dunkel gebändert. Ihre Farbe variiert von grau-schwarz bis zu warmen Brauntönen. Die für die Hauskatze typischen Fellzeichnungen werden als Tabby bezeichnet. Neben dem oben beschriebenen Wildtyp haben sich weitere Zeichnungen und eine Vielzahl an Fellfarben herausgebildet. Die Ohren der Hauskatze stehen aufrecht, sind breit am Ansatz, dreieckförmig und an den Spitzen leicht gerundet. Sie können in verschiedene Richtungen gedreht werden. Die Augen sind nach vorne gerichtet und ermöglichen so räumliches Sehen. Die Wirbelsäule und die Beine der Hauskatze sind sehr beweglich. Mit dem langen Schwanz halten sie ihr Gleichgewicht. Mit ihren scharfen, einziehbaren Krallen schlagen sie im Sprung die Beute, halten sie fest, klettern Bäume hinauf und verteidigen sich bei Gefahr. Katzen haben einen rundlichen Schädel mit einem kurzen Gesicht und einem Raubtiergebiss. Mit den Fangzähnen packen und töten Katzen ihre Beute, die Reißzähne zerkleinern ein gefangenes Tier. Beim Abknabbern der Knochen helfen die winzigen Schneidezähne. Tasthaare bilden den Schnurrbart der Katze, außerdem wachsen sie am Kinn, über den Augen und an den Vorderbeinen.

Fellfarben[]

Katzen gibt es in vielen Farben und Fellzeichnungen. Die Farben entstehen durch eine rote und eine schwarze Form des Farbstoffs Melanin, der auch beim Menschen Haut, Haar und Augen färbt. Das Farbenspiel des Katzenfells reicht von Weiß über gelbe und rötliche Töne bis zu Braun, Grau, Blaugrau oder Schwarz. Katzen können einfarbig oder gefleckt, gestromt, getigert oder getupft sein. Manche haben auch ein Schildpattmuster aus Flecken in den drei Farben Schwarz, Hellbraun und Rot. Viele Katzen sind kurzhaarig wie ihre frei lebenden Stammformen. Daneben gibt es langhaarige Rassen wie die Angora- oder Perserkatzen. Katzenaugen sind häufig grün, manche leuchten aber auch tiefblau oder in gelblichen bis bernsteinfarbenen Tönen.

Fähigkeiten[]

Katzen können gut klettern, aber auch aus dem Stand weit und hoch springen und schnell laufen. Über kurze Entfernungen erreichen sie eine Geschwindigkeit von über 45 km/h. Ihre feinen Sinne helfen ihnen, Beutetiere zu entdecken und zu fangen. Katzen haben hochempfindliche Sinnesorgane. Sie nehmen leiseste Geräusche und hohe Töne im Ultraschallbereich wahr, die Menschen nicht hören können. Katzen drehen ihre Ohren zur Schallquelle. So stellen sie genau fest, woher die Geräusche ihrer Beute kommen. Weil ihre Augen nach vorn gerichtet sind, sehen Katzen räumlich und können die Entfernung ihrer Beute genau einschätzen. In der Dämmerung können Katzen noch lange etwas erkennen. Bei völliger Dunkelheit finden sie sich mit ihren Tasthaaren und den tastempfindlichen Vorderpfoten zurecht. Ihr hervorragender Gleichgewichtssinn erlaubt ihnen, auf Bäumen sicher zu balancieren. Auch der Geruchssinn der Katzen ist feiner als der des Menschen. Am Duft können sie beispielsweise die Reviere anderer Katzen wahrnehmen.

Lebensweise[]

Verhalten[]

Der charakteristischste Laut ist das Miauen. Es gibt allerdings viele verschiedene Laute, die eine Katze von sich geben kann, wie zum Beispiel Fauchen und Knurren, wenn sie sich bedroht fühlt, oder Gurren, wenn Mütter ihre Junge rufen. Hauskatzen miauen gewöhnlich mehr als Wildkatzen, da diese möglichst wenig auffallen wollen und deswegen leise sind. Ein ebenfalls typischer Laut für Katzen ist das Schnurren. Es drückt deren Wohlbefinden aus, kann aber auch andere Bedeutungen haben. Junge werden durch Schnurrlaute beruhigt und Katzen schnurren, wenn sie sich etwas gebrochen haben, da durch die Vibration der Bruch schneller geheilt wird. Katzen demonstrieren durch ihr Schnurren auch ihre Unterlegenheit, wenn sie krank oder schwach sind. Neben dem Jagen verbringen Katzen viel Zeit damit, ihr Fell zu pflegen und zu schlafen. Katzen verständigen sich untereinander auch häufig über ihre Körpersprache: Sie teilen ihre Stimmung durch die Haltung und die Bewegungen des Körpers und ihres Schwanzes, aber auch über ihren Gesichtsausdruck mit. So können andere Katzen - aber auch wir Menschen - erkennen, ob eine Katze sich wohl oder bedroht fühlt, ob sie zufrieden oder angriffsbereit ist oder Angst hat. Beispielsweise umstreift eine Katze vertraute Menschen zur freundlichen Begrüßung mit hoch erhobenen, an der Spitze durchgebogenem Schwanz. Ist sie dagegen angriffsbereit, stellt sich quer, streckt ihre Beine ganz durch, sträubt das Fell, macht einen Buckel, peitscht mit dem Schwanz und geht langsam auf den Gegner zu. Auch Gerüche gehören zur Körpersprache. Diese werden durch Talg- und Schweißdrüsen und mit dem Urin abgegeben.

Lebenserwartung[]

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Hauskatze beträgt 15 - 20 Jahre. Es gibt allerdings auch Katzen, die deutlich über 20 Jahre alt werden. Insbesondere Katzen, die häuslich gehalten werden und komplett von Menschen gepflegt und gefüttert werden, werden zum Teil wesentlich älter. Den Weltrekord für die älteste Katze hält die Katzendame Creme Puff. Sie wurde sogar 38 Jahre alt[1].

Ernährung[]

Katzen sind reine Fleischfresser. Sie fressen gerne Insekten, Nagetiere (oft Mäuse und Wühlmäuse), Frösche und kleine Vögel. Katzen, die auf Bauernhöfen leben, fressen etwa acht Mäuse am Tag. Hauskatzen gehen manchmal tagsüber und besonders nachts auf die Jagd - auch dann, wenn sie von uns gefüttert werden. Katzen, die im Haus ohne Garten leben, können ihre Beute häufig nicht selbst fangen. Sie brauchen deshalb eine ausgewogene Ernährung. Von Zeit zu Zeit müssen Katzen Gras fressen, um verschluckte Haare besser herauswürgen zu können.

Fortpflanzung[]

Katzen werden zwischen dem fünften und neunten Lebensmonat das erste Mal rollig. Zu dieser Zeit befinden sich befruchtungsfähige Eier im Eierstock der Katze. Die Rolligkeit dauert etwa eine Woche. Der Eisprung wird bei Katzen erst durch den Deckakt ausgelöst. Findet keine Paarung statt, bauen sich die befruchtungsfähigen Eier im Eierstock ab. DIe Katze wird dann nach frühestens drei Wochen erneut rollig.

Die Haltung eines Deckkaters ist nicht einfach. Unkastrierte Kater markieren ihr Revier und signalisieren ihre Fortpflanzungsbereitschaft, indem sie ihren Urin verspritzen. Dies geschieht etwa ab dem neuntem Monat. Der Geruch ist sehr unangenehm. Die Haltung eines unkastrierten Katers ist in den Wohnräumen eigentlich unmöglich.

Die Trächtigkeit dauert bei Katzen etwa neun bis maximal zehn Wochen. Hauskatzen bringen meist drei bis sieben, manchmal auch mehr Junge zur Welt. Die Kätzchen werden über eine Zeitspanne von meist mehreren Stunden noch mit geschlossenen Augen und tauben Ohren geboren. Nach etwa sechs bis zehn Tagen öffnen sich die Augen. Einen Monat später sind die Kätzchen bereits weit entwickelt. Sie erkunden ihre Umgebung oder spielen und balgen mit ihren Geschwistern. Ihre Mutter zeigt ihnen, wie ihre Beute aussieht und wie man sie fängt. Den Tötungsbiss in den Nacken einer Maus müssen die Jungen erst lernen.

Wenn man nicht vorhat, die Katze zu züchten oder auszustellen, dann sollte man die Katze kastrieren. Im Gegensatz zu der Sterilisation, bei der die Eileiter durchtrennt und somit eine Schwangerschaft verhindert wird, werden hierbei die hormonproduzierenden Eierstöcke komplett entfernt. Der Geschlechtstrieb und somit die Symptome der Rolligkeit der Katze werden so komplett unterdrückt. Auch einen Kater sollte man kastrieren. Wird er geschlechtsreif, beginnt er sein Revier mit Urin zu markieren, was eine kaum auszuhaltende Geruchsbelästigung bedeutet.

Verbreitung und Lebensraum[]

Die Hauskatze kommt in fast allen von Menschen besiedelten Orten vor. Hauskatzen leben vor allem in Städten und Dörfern, aber auch auf Inseln und abgelegenen Orten.

Geschichte[]

Abstammung[]

Katzen stammen von Raubtieren ab, die schon vor rund 50 Millionen Jahren lebten. Etwa zehn Millionen Jahre später entstanden daraus die Entwicklungslinien der Hunde- und der Katzenartigen. Vor 20 Millionen Jahren lebte in Eurasien, Afrika und Nordamerika ein Raubtier mit dem Namen Pseudaelurus, das etwa so groß wie eine Hauskatze war. Es ist wahrscheinlich der Urahn der Säbelzahnkatzen und aller heutigen Groß- und Kleinkatzen. Es starb vor etwa 8 Millionen Jahren aus.

Domestizierung[]

Die Hauskatze stammt von der Falbkatze ab, nicht von der Europäischen Wildkatze. Schon vor 9000 Jahren lebten diese Katzen in Jericho, der ältesten Stadt der Erde. Einige Zeit später gab es Hauskatzen auch in Ägypten. Die Alten Ägypter lagerten ihre ihre Ernte in Lagerhäuser. Die Ernte lockte Mäuse an, die einen großen Teil der Ernte auffraßen und sich rasch vermehrten. Irgendwann bemerkten die Bauern, dass Katzen die Mäuse fressen und dann fingen sie an, sie zu zähmen, sie wurde als Gottheit angesehen, wie viele andere Tiere auch. Wahrscheinlich kam die Katze im 2. Jahrhundert n. Chr. nach Griechenland und Rom und von da aus nach Mitteleuropa. Im Hochmittelalter noch war sie verhältnismäßig wenig bekannt, aber sie wurde später bekannt durch Hexen, vor allem schwarze Katzen. Dann wurden sie gemeinsam mit den Hexen verbrannt. In Asien hat sie sich um 700 n. Chr. ausgebreitet. Nach Amerika kam sie durch die Spanier. Heute ist sie in vielen Rassen über die ganze Welt verbreitet.

Einzelnachweise[]

Katzenrassen
A AbessinierAmerican BobtailAmerican CurlAmerican ShorthairAmerican WirehairAnatoliAngorakatzeArabische MauAsian-KatzeAustralian MistÄgyptische Mau
B BalineseBengal-KatzeBirmaBombay-KatzeBrasilianisch KurzhaarBritisch KurzhaarBritisch LanghaarBurmaBurmilla
C California SpangledCeylon-KatzeChartreuxChausieCornish RexCymric
D Deutsche LanghaarkatzeDevon RexDon Sphynx
E Europäisch KurzhaarExotische Kurzhaarkatze
F Foreign White
G
German AngoraGerman Rex
H
Havana
I
J Japanese BobtailJavanese-Katze
K Kanaani-KatzeKartäuserKhao ManeeKorat-KatzeKurilen Bobtail
L LePerm
M Maine-Coon-KatzeManxMekong BobtailMunchkin
N Nebelung-KatzeNeva MasqueradeNorwegische Waldkatze
O OcicatOjos AzulesOregon RexOriantalisch KurzhaarOrientalisch Langhaar
P PerserkatzePeterbaldPixiebob
Q
R RagaMuffinRagdoll-KatzeRussisch Blau
S Safari-KatzeSavannah-KatzeSchottische FaltohrkatzeSelkirk RexSerengeti-KatzeSeychelloisSiamkatzeSibirische KatzeSingapuraSokokeSomaliSnowshoeSphynx
T ThaikatzeTonkaneseToygerTürkisch AngoraTürkisch Van
U Ural Rex
V
W
X
Y
Z