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Hellroter Ara
Hellroter Ara.jpg

Ara macao

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Neuweltpapageien (Arini)
Gattung: Eigentliche Aras (Ara)
Art: Hellroter Ara
Allgemeines
Verbreitung: Südosten Mexikos bis Zentralbrasilien
Lebensraum: Savannen, subtropische Regenwälder, Lichtungen und Flussufer
Größe: Länge: 80 - 90 cm
Gewicht: bis zu 1 kg
Ernährung: Früchte, Beeren, Nüsse, Samen und Knospen

Der Hellrote Ara (Ara macao) ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentliche Papageien. Er ist einer der größten Papageien der Welt. Er wird auch Arakang gennant

==Aussehen== Das Gefieder des Hellroten Aras ist größtenteils scharlachrot gefärbt, die Bürzel- und Schwanzfedern sind allerdings hellblau. Die größeren Federn an der oberen Innenseite der Flügel sind gelb und die oberen Ränder der Flügel sind dunkelblau gefärbt, ebenso wie die hintersten Schwanzfedern. Die Unterseiten der Flügel- und Schwanzfedern sind dunkelrot und weisen ein goldenes, metallisches Schimmern auf. Bei einigen Exemplaren können auch grüne Federn zwischen den gelben und blauen entstehen. Um die Augen herum bis zum Schnabel ist die Haut nackt, ansonsten ist das Gesicht mit kleinen, weißen Federn bedeckt. Der Oberschnabel hat eine eher blasse Färbung, der Unterschnabel ist schwarz. Die Augenfarbe variiert je nach Alter: Junge Vögel haben dunkle Augen, während ältere hellgelbe Augen besitzen.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junge Hellrote Aras bleiben im Familienverband des Araschwarms. Ein Familienverband kann bis zu 50 Alt- und Jungtiere umfassen. Außerhalb der Brutsaison schließen sich auch mehrere Familienverbände kurzzeitig zusammen und sie fliegen gemeinsam zu den Futterplätzen. Außerhalb der Brutsaison unternimmt der Schwarm fast alles gemeinsam. Das betrifft nicht nur die Futtersuche, die Flüge und das Baden, sondern auch die gegenseitige die Gefiederpflege. Dieses Verhalten fördert den sozialen Zusammenhang innerhalb der Gruppe. Vor der Dämmerung versammeln sich mitunter auch mehrere Schwärme und nutzen gemeinsam große und zusammenstehende Bäume und Baumgruppen und verbringen dort die Nacht gemeinsam. Bei solchen Ansammlungen können über 100 Aras angetroffen werden.

Geschlechtsreife Hellrote Aras können sich innerhalb des Familienverbandes oder des Schwarms binden oder verlassen diese und schließen sich einem anderen Schwarm an. Eine einmal eigegangene Beziehung hält immer an. Eine lautstarke Kommunikation der Paare im Schwarm versichert die Anwesenheit des Partners. Antwortet ein Partner nicht, so geht der andere Partner auf die Suche.

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samen und Früchte (wie Mangos) zählen zur Hauptnahrung der Hellroten Aras. Auch Nüsse (wie Paradiesnüsse) werden gerne gefressen. Mit ihrem starken Schnabel können sie die Nüsse mühelos öffnen. Hin und wieder, besonders in der Brutsaison, nehmen die Aras auch Insekten und Larven zu sich. Auch Palmfrüchte (auch im unreifen Zustand), Beeren, Feigen, Zweige und Blätter stehen auf dem Speiseplan.

Außerdem fliegen Hellrote Aras regelmäßig zu verschiedenartigen Lehmwänden und nehmen dort Lehmbrocken auf. Diese Lehmbrocken enthalten wichtige Mineralien und Spurenelemente, welche für den Stoffwechsel wichtig sind und eine notwendige Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen darstellen.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hellrote Aras erreichen die Geschlechtsreife zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr. Eine Paarbindung kann zu diesem Zeitpunkt bereits eingegangen werden, die erste Vermehrung findet meist zum sechsten Lebensjahr eines Hellroten Aras statt. Dabei ist es nicht unwahrscheinlich, dass die erste Brut misslingt. Je nach Region beginnt die Brutsaison zu anderen Zeitpunkten. So beginnt sie in Südamerika und Panama etwa im Oktober und reicht bis März; in Mittelamerika reicht die Brutsaison hingegen von ungefähr Februar bis Mai. Es erfolgt nur eine Brut im Jahr. Die Gelegegröße kann 1 bis 3 Eier betragen. Paare legen auch des öfteren ein Jahr Pause mit der Zucht ein.

Mit dem Beginn der Brutsaison wird die Paarbindung durch besondere Zärtlichkeiten intensiviert. Dabei beginnt das Männchen sein Balzverhalten gegenüber des Weibchen und führt leicht verbeugende und nickende Bewegungen aus. Dazu beugt er den Kopf und Vorderkörper tief herunter und hebt zeitgleich den Bürzel nach oben. In diesem Stadium der Balz beginnt auch die Fütterung des Weibchens vom Männchen, intensives Schnäbeln und Flügelschlagen. Ist das Weibchen ebenfalls in Paarungsstimmung trennt sich das Paar etwas vom Rest des Schwarms. Es sucht sich geeignete Nisthöhlen in relativer Höhe aus. War die Bruthöhle vom vergangenem Jahr gut, so wird diese auch wieder genutzt. Kleine Ausbesserungsarbeiten werden jedoch immer vorgenommen.

Einige Tage nach der erfolgreichen Paarung beginnt das Weibchen mit dem Legen der Eier. Ab dem zweiten Ei beginnt das Weibchen dann zu brüten. Die Brutdauer beträgt etwa 28 Tage. Die Küken werden federlos, nackt und blind geboren. Die ersten Federkiele brechen bereits nach wenigen Tagen durch und die Augen öffnen sich mit ca. 14 Tagen. Zuerst wird das Weibchen vom Männchen gefüttert und das Weibchen füttert ihre Küken. Die Nahrung wird vom Männchen bereits vorverdaut. Die Nestlingszeit beträgt ungefähr ein Vierteljahr. Zu diesem Zeitpunkt haben die Jungvögel ein fast vollständiges Gefieder und sie werden von beiden Elterntieren gefüttert. Die Selbständigkeit erreichen die Jungvögel erst recht spät und werden von den Eltern weiter gefüttert. Sie verbleiben mitunter bis zur nächsten Brut bei den Eltern.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das recht große Verbreitungsgebiet des Hellroten Ara erstreckt sich über das nördliche Costa Rica südlich bis Ost Panama, Nordwest-Kolumbien, an den östlichen Anden im Osten von Kolumbien und Venezuela, in Ecuador und Peru, Guyana, Suriname, Französisch Guayana und Bolivien.

Hellrote Aras sind zumeist in der Nähe oder an den Flußläufen tropischer Regenwälder im Tiefland anzutreffen, kommen aber auch in Höhen von bis zu 900m vor. Sie suchen zumeist den oberen Bereich der Baumwipfel, aber suchen den Erdboden nur auf, um zu trinke und zu baden. In den Trocken- und Hügelgebieten Mittelamerikas und der Pazifikküste haben sie sich auch die Dornbuschzonen und Kulturflächen als Lebensraum erschlossen. In Gebieten, die noch nicht kommerziell genutzt werden, sind die Hellroten Aras auch noch sehr häufig anzutreffen. In Gebieten, wo die Wälder forstwirtschaftlich genutzt werden dagegen sind die Hellroten Aras fast gar nicht anzutreffen.

Bedrohung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Least Concern.png

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Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden zwei Unterarten beschrieben.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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