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Insekten
Rhododendronzikade.jpg

Insecta

Systematik
ohne Rang Bilateria
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse Insekten
Zeitraum
vor 396 Mio. Jahren-heute
Allgemeines
Verbreitung: weltweit
Lebensraum: alle
Ernährung: Pflanzenfresser, Allesfresser, Fleischfresser, Nektarfresser, Blutsauger

Die Insekten (Insecta) sind die artenreichste Klasse innerhalb der Gliederfüßer (Arthropoda) und auch die artenreichste Klasse aller Tiere. Es sind beinahe 1 Mio. Arten wissenschaftlich beschrieben worden (60% aller beschriebenen Tierarten) und es wird vermutet, dass vor allem im tropischen Regenwald noch Millionen unentdeckte Arten vorkommen.

Anatomie[]

Der Insektenkörper ist in drei Segmente unterteilt - Kopf, Brust und Hinterleib - die jeweils unterschiedliche Funktionen haben. Der Kopf trägt die Mundwerkzeuge und viele der sensorischen Apparate einschließlich Komplexaugen und und Fühler. Die Brust trägt die Gliedmaßen: die Beine und bei vielen Arten die Flügel. Im Hinterleib befinden sich die Verdauungs- und Fortpflanzungsorgane. Adulte Insekten atmen Luft durch Tracheen, das sind seitliche Öffnungen an Brust und Hinterleib. Die Jugendstadien der am Wasser lebenden Arten haben häufig Kiemen. Der Kreislauf wird von einem röhrenförmigen Herzen angetrieben. Für den Transport von Nährstoffen und Abfallprodukten sorgt die Hämolymphe, die die inneren Organe umspült.

Die Mundwerkzeuge der Insekten sind vielfältig. Wie die meisten Insekten haben Laufkäfer Kiefer zum Schneiden und Kauen. Hausfliegen saugen mit einem schwammartigen Organ Flüssigkeit auf. Mit nadelartigen Werkzeugen durchstechen Mücken die Haut anderer Tiere.

Flug und Flügel[]

Insekten waren die ersten Tiere, die fliegen konnten. Damit hatten sie es leichter als andere, Feinden zu entkommen sowie Nahrung und Geschlechtspartner zu finden. Die häutigen Flügel sind scharnierartig mit der Brust verbunden. Die Mehrzahl der Insekten besitzt zwei Flügelpaare, die meist ineinander verhakt sind. Bei einigen Arten, z.B. den Libellen, schlagen sie abwechselnd, was die Manövrierfähigkeit verbessert. Als Einzige unter den Insekten tragen Echte Fliegen nur ein Flügelpaar. Sie sind die geschicktesten Flieger und können rückwärts, seitwärts und sogar mit dem Bauch nach oben fliegen. Fast alle fliegenden Insekten können ihre Flügel zusammenfalten, so können sie sich in kleinste Lücken quetschen, z.B. in rissige Baumrinde.

Lebenszyklus[]

Insekten beginnen ihr Leben als Ei. Nach dem Schlüpfen sind verschiedene Wege möglich, angefangen von einer Reihe von Häutungen bis hin zu einer vollständigen physischen Umwandlung der Körperteile. Die Länge jedes Stadiums variiert zwischen den Arten. Eine nordamerikanische Zikade braucht 17 Jahre für ihre Entwicklung; manche Fruchtfliegen benötigen weniger als zwei Wochen bis zur Geschlechtsreife. Sind Insekten geschlechtsreif, beginnen sie, sich zu paaren. Werbungsrituale sind z.B. Erzeugung von Sexualduftstoffen, Geräusche und das Präsentieren von Leuchtmustern. Bei fast allen Insekten findet eine innere Befruchtung statt. Die Eier werden nahe einer Nahrungsquelle abgelegt. Parasitische Arten legen sie auf oder in ein Wirtstier.

Wanderungen[]

Viele Insekten überstehen niedrige Temperaturen in einem Ruhestadium. Einige der größeren geflügelten Insekten können jedoch weite Wanderungen unternehmen, um dem kalten Winter zu entgehen. Eines der berühmtesten Beispiele ist der Monarchfalter. Jedes Jahr wandern mehrere Millionen Falter bis zu 4000 km weit von Kanada und den östlichen USA nach Kalifornien und Mexiko, um dort zu überwintern.

Systematik[]

Unterklasse Felsenspringer (Archaeognatha):

  • Felsenspringer (Archaeognatha)

Unterklasse Fischchen (Zygentoma):

  • Fischchen (Zygentoma)

Unterklasse Fluginsekten (Pterygota):

  • Eintagsfliegen (Ephemeroptera)
  • Libellen (Odonata)
  • Heuschrecken (Orthoptera)
  • Steinfliegen (Plecoptera)
  • Gespenstschrecken (Phasmatodea)
  • Ohrwürmer (Dermaptera)
  • Fangschrecken (Mantodea)
  • Schaben (Blattodea)
  • Termiten (Isoptera)
  • Tarsenspinner (Embioptera)
  • Tierläuse (Phthiraptera)
  • Bodenläuse (Zoraptera)
  • Staubläuse (Psocoptera)
  • Schnabelkerfe (Hemiptera)
  • Fransenflügler (Thysanoptera)
  • Schlammfliegen (Megaloptera)
  • Kamelhalsfliegen (Raphidioptera)
  • Netzflügler (Neuroptera)
  • Käfer (Coleoptera)
  • Fächerflügler (Strepsiptera)
  • Flöhe (Siphonaptera)
  • Schnabelfliegen (Mecoptera)
  • Zweiflügler (Diptera)
  • Köcherfliegen (Trichoptera)
  • Schmetterlinge (Lepidoptera)
  • Hautflügler (Hymenoptera)
  • Grillenschaben (Notoptera)
  • Gladiatorschrecken (Mantophasmatodea)
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