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Katzen
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Felidae

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Katzen
Zeitraum
vor 25 Mio. Jahren-heute
Allgemeines
Verbreitung: weltweit (außer: Antarktis)
Größe: Schwarzfußkatze (34-50 cm)

Tiger (100-280 cm)

Ernährung: Fleischfresser

Unter der Bezeichnung Katzen (Felidae), sind eine Familie der Katzenartigen (Feloidea).

Merkmale[]

Sofort fällt der geschmeidige Körperbau der Katzen auf. Das Fell ist glatt und der Schädel relativ klein. Alle Katzen besitzen einen Schwanz, der zum Kommunizieren und zum Halten des Gleichgewichts dient. Nur bei einigen wenigen Katzenarten wie dem Luchs ist der Schwanz stark verkürzt. Das Größenspektrum ist erheblich.

Die Pupillen der Katzenaugen ziehen sich bei hellem Licht zu Schlitzen zusammen, bei Dunkelheit sind sie weit geöffnet. Durch die multifokale Linse entsteht das typische Leuchten der Augen in der Dunkelheit. Katzen besitzen ein ausgezeichnetes Gehör, ihr Frequenzbereich ist dreimal höher als der des Menschen. Die Ohren sind Rund bis spitz und können in alle Richtungen gedreht werden. Katzen können sauer, salzig, bitter und umami schmecken. Süß schmecken sie nicht, da ihnen ein Gen zur Erkennung süßen Geschmacks fehlt. Auf der Zunge sitzen Papillen, die mit kleinen Dornen besetzt sind, welche zum Körper hin zeigen. Sie dienen zum Kämmen und Reinigen des Fells, sowie zum Abschaben des Fleisches von den Knochen.

Katzen haben einen guten Geruchssinn, allerdings ist dieser nicht so ausgeprägt wie bei Hunden oder Bären.

Da Katzen vorwiegend nachtaktive Tiere sind, besitzen sie Tasthaare an der Schnauze, über den Augen und an den Vorderläufen. Diese helfen ihnen, im Dunkeln eine räumliche Vorstellung ihrer Umgebung zu bekommen. Die Tasthaare sind bei Neugeborenen schon vollständig ausgebildet. Das wahrscheinlich auffäligste Merkmal der Katze sind ihre Krallen. Alle Katzen außer dem Gepard, der Flachkopfkatze und der Fischkatze sind in der Lage, ihre Krallen einzuziehen. Meist sind die Krallen in den Hautscheiden verborgen, um beim Laufen nicht abgenutzt zu werden. Kommt es jedoch zu einem Kampf, geht die Katze jagen oder will sie klettern fährt sie die Krallen durch bestimmte Muskeln aus.

An den Vorderläufen haben Katzen fünf Zehen, an den Hinterläufen jedoch lediglich vier.
Die weichen gepolsterten Zehen sind sehr berührungsempfindlich. Daher untersuchen Katzen neue oder unbekannte Gegenstände meist zuerst mit den Pfoten.

Verbreitung und Lebensraum[]

Katzen ist auf allen Kontinenten, ausgenommen der Antarktis, zu finden. In Australien und Ozeanien sind sie jedoch nur heimisch, da Siedler die Hauskatze dort eingeführt haben. Katzen bewohnen verschiedene Lebensräume. Die meisten Katzen leben in Wäldern oder Savannen. Manche leben auch in Wüsten oder im Hochgebirge. Die Fischkatze lebt vor allem in Mangrovenwäldern an der Küste.

Sozialverhalten[]

Die meisten Katzenarten sind Einzelgänger. Männliche und weibliche Tiere kommen lediglich zur Paarung zusammen und trennen sich anschließend wieder. Ausnahmen bilden hier die Löwen, die in größeren Rudeln leben, sowie kleinere Gruppen zusammenlebender Männchen bei den Geparden.

Ernährung und Jagdverhalten[]

Die Katzen sind ausschließlich Fleischfresser. Einige Katzen suchen nach Beute, andere lauern ihrer Beute auf. Viele verbinden die Methoden. Eine gute Tarnung haben alle (z.B. Streifen oder Flecken). Wie eine Katze sich bei der Jagd bewegt, hängt von der Art ab. Kräftiger gebaute Katzen wie der Tiger schleichen sich an und springen plötzlich los, der Gepard jagt mit hohem Tempo - bis zu 110 km/h. Einige kleine Katzen wie der Serval jagen im hohen Gras und springen ihre Beute überraschend an. Katzen bevorzugen frische Beute und fressen nur im äußersten Notfall Aas. Sie jagen jedes Tier, das sie überwältigen können. Großkatzen spezialisieren sich auf Beute, die größer ist als sie. Sie schleifen einen Kadaver ein ganzes Stück zu einem sicheren Lagerplatz. Kleinkatzen jagen vor allem Nager und Vögel. Einige, wie die Fischkatze, waten in Bächen und fangen Fische heraus.

Gefährdung[]

Die gesamte Familie der Katzen wird im Washingtoner Artenschutzabkommen aufgeführt, das den Handel mit Tieren oder Teilen von Tieren regelt. Der Grund dafür ist vor allem die Jagd. Dabei geht es entweder um das Fell, das für modische Bekleidung genutzt wird, um Viehzüchter, die die Tiere jagen, weil ihr Vieh gerissen wurde oder um Knochen und andere Überreste für die traditionelle chinesische Medizin. Auch die Vernichtung der Lebensräume hat die Bestände der Katzen verringert, da viele große Reviere benötigen, um genügend Nahrung zu bekommen. Auch der Straßenverkehr stellt eine Bedrohung vor allem für kleinere Katzen dar. Bei wenigen Arten wie dem Rotluchs ist der Bestand stabil, doch trotz intensiver Schutzmaßnahmen nehmen die Zahlen anderer Katzenarten wie die des Löwen und des Tigers rapide ab.

Systematik[]