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Langschwanzgoral
Datei:Langschwanzgoral.jpg

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Systematik
Klasse: Säugetiere

 (Mammalia)

Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere(Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere

 (Eutheria)

Ordnung: Paarhufer

 (Artiodactyla)

Unterordnung: Wiederkäuer

 (Ruminantia)

Familie: Hornträger

 (Bovidae)

Unterfamilie: [1]

 Ziegenartige (Caprinae)

Gattung: Gorale

 (Naemorhedus)

Art: Langschwanzgoral
Wissenschaftlicher Name
Naemorhedus caudatuss
Milne-Edwards, 1867

Beschreibung[]

Aussehen und Maße[]

Der Langschwanzgoral erreicht je nach Geschlecht eine Körperlänge von 80 bis 120 Zentimeter, eine Schulterhöhe von 50 bis 70 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 15 bis 25 Zentimeter sowie ein Gewicht von 22 bis 32 Kilogramm. Weibchen bleiben kleiner und leichter als Männchen. Das äußerst robust und rau wirkende Fell ist graubraun bis braun gefärbt. Weibchen weisen zumeist eine etwas hellere Färbung auf. Der buschige Schwanz ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Beide Geschlechter verfügen über nach hinten weisende Hörner, jedoch wirken die Hörner der Weibchen schmächtiger und sind etwas kürzer. Zudem sind die Ringe der Hörner beim Weibchen weniger stark ausgeprägt. Beim Männchen können die Hörner eine Länge von bis zu 15 Zentimetern erreichen. Der Kehlbereich ist stellenweise weißlich gefärbt, dorsal zeigt sich ein breiter und schwarz gefärbter Aalstrich, der bis zum Schwanzansatz reicht. Die Sinne, insbesondere der Sehsinn, sind sehr gut entwickelt.

Verhalten[]

Weibchen leben mit ihrem Nachwuchs in kleinen geselligen Herden von zehn bis zwölf Tieren. Männchen leben einzelgängerisch oder in kleinen Junggesellengruppen und stoßen nur während der Paarungszeit zu den Weibchen. Hierbei kommt es in der Regel zu Kämpfen unter rivalisierenden Böcken.

Unterarten[]

Wissenschaftlicher Name Erstbeschreiber IUCN-Status Vorkommen
Naemorhedus caudatus raddeanus Heude, 1894 VU China, Korea und das südliche Russland
Naemorhedus caudatus evansi Lydekker, 1905 VU Laos, Myanmar und Thailand
Naemorhedus caudatus caudatus Milne-Edwards, 1867 VU China
Naemorhedus caudatus griseus Milne-Edwards, 1871 VU China


Verbreitung[]

Der Langschwanzgoral ist im westlichen und im südöstlichen Teil Asiens verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über das südöstliche Russland, über China, Korea, Laos, Myanmar und Thailand. Die Tiere leben zumeist im Hochgebirge bis in Höhen von gut 4.000 Metern über NN. Hier leben sie nahe der Vegetationsgrenze. Nur im Winter steigen sie in tiefer gelegenen Lagen hinab. In der Ebene fehlen Langschwanzgorale völlig.

Ernährung[]

Der Langschwanzgoral ist ein reiner Pflanzenfresser. Er ernährt sich von Gräsern, Kräutern, Moosen und Flechten sowie Blättern und gelegentlich von Früchten. Als tagaktive Tiere gehen sie am Tage auf Nahrungssuche. Nahrung wird hauptsächlich über den hoch entwickelten Sehsinn lokalisiert. Die Geruchssinn spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Fortpflanzung[]

Der Langschwanzgoral erreicht die Geschlechtsreife mit zwei bis drei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in seinen natürlichen Lebensräumen über November und Dezember. Während dieser Zeit stoßen die Männchen zu den reinen Weibchenherden. Die Männchen bleiben dann einige Zeit bei den Weibchen und lassen keine Paarung mit anderen Männchen zu. Gegen Ende der Paarungszeit verlassen die Böcke die Weibchen und führen wieder ein einzelgängerisches Leben. Nach einer Tragezeit von 250 bis 260 Tagen bringt das Weibchen an einer geschützten Stelle ein, selten auch zwei Jungtiere zur Welt. Das Geburtsgewicht der Jungtiere beträgt rund 2.000 Gramm. Mit Erreichen der Geschlechtsreife verlassen die Männchen die Herde und leben fortan einzelgängerisch oder in Junggesellengruppen. Weibchen, die die Geschlechtsreife erreicht haben, verbleiben in ihrer Geburtsgruppe. Der Langschwanzgoral hat in Freiheit eine Lebenserwartung von acht bis zehn Jahren. In Gefangenschaft kann er durchaus auch ein Alter von 15 bis 17 Jahren erreichen.

Gefährdung und Schutz[]

Der Langschwanzgoral gehört heute zu den bedrohten Arten. Dies gilt sowohl für alle Unterarten als auch für alle Verbreitungsgebiete. Hauptgründe für die Gefährdung sind unter anderem die Vernichtung der natürlichen Lebensräume und die Bejagung durch die einheimische Bevölkerung. In der Roten Liste der IUCN werden alle Unterarten als gefährdet geführt (VU, vulnerable).

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