Tier Lexikon Wiki
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Menschenaffen
Westlicher Gorilla.jpg

Hominidae

Systematik
Klasse Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung Euarchontoglires
Ordnung Primaten (Primates)
Unterordnung Trockennasenprimaten
Teilordnung Affen (Anthropoidea)
ohne Rang Altweltaffen (Catarrhini)
Überfamilie Menschenartige (Hominoidea)
Familie Menschenaffen
Zeitraum
vor 17 Mio. Jahren-heute
Allgemeines
Verbreitung: Nordwest- & Zentralafrika, Sumatra, Borneo

Mensch: weltweit (außer: Antarktis)

Größe: Zwergschimpanse (70-83 cm)

Östlicher Gorilla (150-183 cm)

Ernährung: Allesfresser

Die Menschenaffen (Hominidae), auch Hominiden genannt, sind eine Familie der Primaten (Primates). Heute leben noch vier Gattungen mit insgesamt acht anerkannten rezenten Arten.

Merkmale[]

Eine verkürzte Wirbelsäule und ein relativ kurzes, breites Becken sorgen bei den Menschenaffen für einen tiefen Schwerpunkt, wodurch eine aufrechtere Haltung möglich ist. Sie haben eine breite Brust mit Schulterblättern am Rücken, die große Bewegungsfreiheit im Schultergelenk erlaubt. Ein Gorilla kann z.B. am Boden sitzen und in jede Richtung greifen, um Pflanzen heranzuziehen. Menschenaffen besitzen ein flaches Gesicht, gut entwickelte Kiefer, Greifhände, Greiffüße und nach unten weisende, eng beieinander liegende Nasenlöcher.

Verbreitung und Lebensraum[]

Durch die Ausbreitung des Menschen kommen Menschenaffen heute weltweit außer dauerhaft in der Antarktis vor. Die drei Orang-Utan-Arten leben in den tropischen Regenwäldern Borneos und Sumatras, während Gorillas und Schimpansen in West- und Zentralafrika vorkommen.

Sozialstruktur[]

Die drei Orang-Utan-Arten sind die einzigen Einzelgänger. Ein geschlechtsreifes Männchen kontrolliert sein großes Revier mit tiefen, klangvollen Rufen. Es paart sich mit allen Weibchen, die sein Revier betreten. Die anderen Menschenaffen bilden feste soziale Gruppen. Gorillas leben in Trupps von fünf bis zehn (mitunter bis zu 30) Tieren, die aus mehreren Weibchen, einem dominanten Männchen (Silberrücken), ihren Jungen und eventuell ein oder zwei anderen Männchen bestehen. Schimpansen leben in größeren Gemeinschaften (40 bis 100 Tiere). Obwohl es ein dominantes Männchen und eine Rangordnung gibt, können die einzelnen Tiere frei kommen und gehen. Die Nahrungssuche erfolgt in kleinen Gruppen, deren Zusammensetzung sich ändert. Gemeine Schimpansen in Westafrika jagen gern. Menschen, Bonobos und Schimpansen geben Sitten und Erfahrungen durch Überlieferung von Generation zu Generation weiter - nicht durch Vererbung.

Intelligenz[]

Menschenaffen sind sehr intelligent - mehr als Affen. Sie scheinen - genau wie Menschen - Probleme lösen zu können. Schimpansen verwenden mitunter einfache Werkzeuge, ebenso wie mindestens eine Population von Orang-Utans in Nordsumatra. Orang-Utans haben in Forschungsinstituten auch schon komplexe Aufgaben erfüllt - wie Puzzles zu lösen, Zeichensprache zu benutzen oder Symbole zu erkennen.

Systematik[]

Rezente Arten:

Gattung Gorillas (Gorilla):

Gattung Homo:

  • Mensch (Homo sapiens)

Gattung Orang-Utans (Pongo):

Gattung Schimpansen (Pan):

Ausgestorbene Arten (Auswahl):

  • Gigantopithecus blacki
  • Gigantopithecus bilaspurensis
  • Gigantopithecus giganteus
  • Pongo hooijeri
  • Sahelanthropus tchadensis
  • Orrorin tugenensis
  • Ardipithecus ramidus
  • Australopithecus afarensis
  • Australopithecus africanus
  • Australopithecus sediba
  • Paranthropus boisei
  • Paranthropus robustus
  • Homo habilis
  • Homo rudolfensis
  • Homo ergaster
  • Homo erectus
  • Neandertaler (Homo neanderthalensis)
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