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Ostpazifischer Delfin

Stenella longirostris

Systematik
Klasse Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung Laurasiatheria
Ordnung Wale (Cetacea)
Unterordnung Zahnwale (Odontoceti)
Überfamilie Delfinartige (Delphinoidea)
Familie Delfine (Delphinidae)
Gattung Fleckendelfine (Stenella)
Art Ostpazifischer Delfin
Allgemeines
Verbreitung: tropische und subtropische Meere weltweit
Lebensraum: offenes Meer, Küsten, Korallenriffe
Größe: 1,29-3,25 m
Gewicht: 20-80 kg
Ernährung: Fleischfresser
Gefährdung: nicht gefährdet

Der Ostpazifische Delfin (Stenella longirostris), wegen seiner Drehungen beim Sprung auch Spinner-Delfin genannt, ist eine Art aus der Familie der Delfine (Delphinidae).

Beschreibung[]

Kein anderer Delfin und vermutlich kein anderer Wal ist so variabel in Körperproportionen, Farbe und Zeichnung innerhalb seines Verbreitungsgebietes. Im Ober- und Unterkiefer befinden sich je 45-65 Paar scharfer Zähne. Das Schwarz oder Dunkelgrau wird zur Unterseite hin heller oder gar weiß mit schwarzen Umrandungen von Augen und Lippen, obwohl auch dies variiert. Dieser Delfin ist schlank, aber muskulös mit einem langen Schnabel und einer hohen sichelförmigen oder dreieckigen Rückenfinne.

Verbreitung[]

Trotz seines Namens lebt der Ostpazifische Delfin nicht nur im östlichen Pazifik, sondern in tropischen und subtropischen Meeren weltweit. Er lebt sowohl an Riffen und Küsten, als auch im offenen Meer. Es existieren drei Unterarten:

  • S. l. orientalis (tropischer Ostpazifik)
  • S. l. centroamericana (weltweit)
  • S. l. longirostris (zentraler Pazifik)
  • S. l. roseiventris (Golf von Thailand)

Lebensweise[]

Der Spinnerdelfin verdreht sich bei hohen Sprüngen in der Luft oder dreht sich um die Längsachse. Manche Delfine springen bis zu 14-mal hintereinander. Der Zweck dieses Verhaltens ist unbekannt. Es wird jedoch vermutet, dass es der Kommunikation, dem Entfernen von Parasiten oder der Anlockung eines Partners dient.

Ostpazifische Delfine sind sehr gesellig und versammeln sich häufig in Schulen von 200-1000 Tieren. Sie schwimmen oft gemeinsam mit anderen Delfinen und Walen sowie mit Gelbflossen-Thunfischen oder Echten Bonitos.

Obwohl sie zum Fressen tief hinabtauchen, ziehen sich Spinnerdelfine tagsüber zum Ausruhen gern zur Sicherheit vor Raubfischen ins Flachwasser zurück. Oft versammeln sie sich in einer Bucht oder an einer Flussmündung. Sie jagen meist nachts Fische und Tintenfische und springen dann auch überwiegend. Untereinander bleiben sie über Berührungen, Pfiffe oder Echoortung in Kontakt. Sie können sich zu jeder Jahreszeit paaren. Die Weibchen bekommen ein einzelnes Junges, das rund sieben Jahre bei seiner Mutter bleibt.

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