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Südchinesischer Tiger

Panthera tigris amoyensis

Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Raubtiere
Überfamilie: Katzenartige
Familie: Katzen
Unterfamilie: Großkatzen
Gattung: Eigentliche Großkatzen
Art: Tiger
Unterart: Südchinesischer Tiger
Allgemeines
Größe: 160 - 175 cm Körperlänge
Schwanzlänge: ca. 90 cm
Gewicht: 140 bis 145 kg (Männchen)
100 bis 115 kg (Weibchen)
Gefährdung: Critically Endangered
Der Südchinesische Tiger oder Amoytiger (Panthera tigris amoyensis) ist eine sehr seltene Unterart des Tigers, die seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr in freier Wildbahn gesichtet wurde, und kommt heute nur in einem kleinen Gebiet im Südosten Chinas vor. Um den Bestand der Unterart zu sichern, sind Auswilderungen von in Zoos geborenen Exemplaren geplant.

AussehenBearbeiten

Der Südchinesische Tiger hat eine mittelgroße Körpergröße und eine intensive Fellfärbung als die anderen Unterarten, allerdings sind die Weißanteile im Fell kleiner.

Generell sind die Männchen größer und schwerer als die Weibchen. Die Männchen werden mit Schwanz ca. 250 bis 265 cm lang, ohne Schwanz nur 160 bis 175 cm. Das Durchschnittsgewicht der Männchen liegt bei 140 bis 145 kg, das schwerste bekannte Männchen wog jedoch 175 kg. Die Weibchen sind mit 230 bis 240 cm Körperlänge mit Schwanz kleiner und wiegen mit 100 bis 115 kg auch weniger als die Männchen.

Das Fell des Südchinesischen Tigers ist rötlicher als beim Königstiger, allerdings ist das Fell bei beiden Unterarten etwa gleich lang. Das Weiß am Gesicht und an der Unterseite ist weniger ausgedehnt und geht bei einigen Amoytigern in cremefarben über. Die recht breiten, tiefschwarzen Streifen liegen relativ weit auseinander. An den Flanken sind sie meist doppelt und zerfallen am unteren Ende oft in Flecken, und auch die Schwanzringe sind breit und oft doppelt. Verlängertes Nackenhaar tritt bei dieser Unterart jedoch kaum auf.

Verbreitung und LebensraumBearbeiten

Ursprünglich war der Südchinesische Tiger in China weit verbreitet. Die nördliche Grenze seines Verbreitungsgebiet, an der er vom Sibirischen Tiger abgelöst wurde, lag ungefähr beim 40. Breitengrad, die südliche Grenze lag im nördlichen Guangxi, Yunnan und Guangdong am Gebiet des Indochinesischen Tigers. Im Westen drang der Amoytiger entlang der Gebirgstäler weit in den Westen Mittelchinas vor. Die Unterart lebt heute nur noch in den Bergen der chinesischen Provinzen Guangdong, Fujian, Hunan, Jiangxi und Zhejiang.

Noch am Beginn des 20. Jahrhunderts war er in großen Teilen des südlichen Chinas verbreitet. 1949 gab es noch Schätzungsweise 4.000 Tiere dieser Unterart. Heute sollen in freier Wildbahn noch 20 bis 30 Tiere leben, allerdings wurden seit Jahrzehnten keine Amoytiger mehr gesichtet. In Zoos in China leben heute ungefähr 60 Individuen.

GefahrenBearbeiten

Auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten der IUCN wird der Südchinesische Tiger mit dem Merkmal CR, also als Vom Aussterben bedroht geführt. Der Chinesische Tiger ist von allen Tigerunterarten am stärksten vom Aussterben bedroht. Einige Experten gehen davon aus, dass er in freier Wildbahn bereits ausgestorben ist. China hat zwar Schutzmaßnahmen eingeleitet, doch kamen diese zu spät und beziehen sich auf zu kleine und zu weit auseinander liegende Territorien.

WeblinksBearbeiten

http://www.raubkatzen.info/suedchinesischer-tiger.shtml

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