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Schwertwal
Großer Schwertwal.jpg

Orcinus orca

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Wale (Cetacea)
Unterordnung: Zahnwale (Odontoceti)
Überfamilie Delfinartige (Delphinoidea)
Familie Delfine (Delphinidae)
Gattung Orcinus
Art Schwertwal
Zeitraum
Pliozän-heute
Allgemeines
Verbreitung: Meere weltweit
Lebenserwartung: 50-105 Jahre (Weibchen)

30-60 Jahre (Männchen)

Lebensraum: Meere von der Küste bis zur Hochsee
Größe: 7,5-10 m
Gewicht: 2,6-10 t
Ernährung: Fleischfresser
Gefährdung: keine ausreichenden Daten

Der Schwertwal (Orcinus orca), manchmal auch Großer Schwertwal, Killerwal oder einfach nur Orca genannt, ist ein Mitglied der Familie der Delfine (Delphinidae) und gehört damit zu den Zahnwalen (Odontoceti) innerhalb der Ordnung der Wale (Cetacea).

Aussehen[]

Durch die auffällige schwarz-weiße Zeichnung ist der Schwertwal leicht von anderen Delfinen zu unterscheiden. Der Schwertwal hat einen kräftig gebauten, stämmigen Körper - wie für die Jagd gemacht. Die breite Fluke sorgt für hohe Geschwindigkeiten. Die Rückenfinne, die beim Männchen bis zu 1,8 m hoch werden kann, und die paddelartigen Flossen sorgen für Stabilität. Die Flecken tarnen den Wal unter Wasser sowohl von oben als auch von unten.

Lebensweise[]

Verhalten[]

Orcas sind sehr gesellig und leben in beständigen Familiengruppen aus Männchen, Weibchen und unterschiedlich alten Kälbern. Sie umfassen meist bis zu 30 Tiere, aber wenn sich mehrere Familien zusammenschließen, entstehen Herden von bis zu 150 Schwertwalen. Es herrscht ein Matriarchat und sowohl männliche als auch weibliche Kälber bleiben mit ihrer Mutter ein Leben lang zusammen. Wenn sich die Jungen fortpflanzen, bilden sich um die ursprüngliche Mutter Gruppen aus mehreren Generationen. Gruppen ziehen in festen Formationen umher, mit den Weibchen und Kälbern in der Mitte und den Männchen am Rand oder im Umkreis von 1 km verteilt.

Schwertwale sind sehr intelligent. Orcas bringen ihren Jungen die Jagd bei, etwa die Beute zusammenzutreiben, sie mit Schwanzschlägen zu betäuben und Robben vom Eis zu spülen. Die Tiere benutzen ein Vokabular aus Klick-, Pfeif- und wie Schreie klingenden Lauten. Verschiedene Populationen kennen unterschiedliche Laute. Sprünge, Flossenschläge und das Herausstrecken des Kopfs aus dem Wasser dienen auch der Kommunikation.

Ernährung und Jagdverhalten[]

Man unterscheidet Resident-, Transient- und Offshore-Populationen, die sich unterschiedlich ernähren und in unterschiedlichen Gebieten leben. Die Tiere der Resident-Populationen bilden die größten Schulen und jagen vor allem Fische, Kalmare und Kraken. Die Orcas der Transient-Populationen sind die größten Prädatoren von Meeressäugern und fressen sogar große Wale, aber auch Meeresschildkröten und Vögel wie etwa Pinguine. Die Offshore-Populationen ernähren sich von Fischen, insbesondere Haien.

Orcas jagen oft in Gruppen und treiben die Beute zusammen, um sie dann von verschiedenen Seiten aus anzugreifen. Die vor dem südlichen Südamerika lebenden Tiere haben die Seelöwenjagd perfektioniert, indem sie absichtlich die Opfer an den Strand ins flache Wasser jagen. Sie stoßen auch an Eisschollen, damit Robben und Pinguine das Gleichgewicht verlieren und springen in der Nähe von Felsen aus dem Wasser, um Seevögel ins Meer zu spülen.

Fortpflanzung[]

Schwertwale können sich zu jeder Jahreszeit paaren, meistens jedoch im Frühjahr und Sommer. Nach einer 15- bis 18-monatigen Trächtigkeit, der längsten aller Wale, wird ein einzelnes Kalb mit dem Schwanz voran geboren. Die ganze Familie betreut die Jungen, aber ein Kalb bleibt dicht bei der Mutter - eine Bindung, die das ganze Leben bestehen bleibt.

Verbreitung und Lebensraum[]

Der Schwertwal lebt in nahezu allen Meeren auf beiden Hemisphären und kommt sowohl an der Küste als auch auf hoher See vor.

Systematik[]

  • Typ-A-Schwertwal
  • Typ-B-Schwertwal
  • Typ-C-Schwertwal
  • Typ-D-Schwertwal