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Schwertwal
Namen
Deutsch: Schwertwal, Orca
Wissenschaftlich: Orcinus orca
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Wale (Cetacea)
Unterordnung: Zahnwale (Odontoceti)
Überfamilie: Delfinartige (Delphinoidea)
Familie: Delfine (Delphinidae)
Gattung: Orcinus
Art: Schwertwal (Orcinus orca)
Merkmale
Länge: 5,5 m - 9,8 m
Gewicht: 2,8 t - 9 t
Allgemeines
Lebensraum: alle Ozeane und größere Meere
Ernährung: Fleischfresser
Gefährdung
Gefährdungskategorie: DD
Unterarten
nicht bekannt

Der Schwertwal (wissenschaftlicher Name: Orcinus orca), auch Killerwal oder Orca genannt, ist die größte Art der Delfine und wird bis zu 9,8 m lang. Der Name stammt von der großen Finne, die bei Männchen bis zu 1,8 m hoch werden kann.

Um die Gefährdung des Schwertwals zu beurteilen ist die Datengrundlage nicht genügend. Es ist umstritten, ob und wie viele Unterarten er hat.

Aussehen[]

Der Schwertwal erreicht eine Körperlänge von 5,5 m bis 9,8 m und ist somit die größte Art der Delfine. Dabei werden Bullen deutlich größer als Kühe. Der Schwertwal erreicht ein Gewicht von 2,8 t bis zu 9 t.

Den Namen Schwertwal trägt er aufgrund der großen Finne, die bei männlichen Tieren bis zu 1,8 m hoch wird, bei Weibchen aber nicht größer als 1 m wird. Bei Männchen und weist sie außerdem eine leicht dreieckig gerundete Form auf. Insgesamt sind die Flossen der Männchen proportional deutlich größer als die der Weibchen. Die Brustflossen oder Flipper sind stark gerundet und paddelartig geformt und werden 1,5 bis 2 m lang. Die waagerechte Schwanzflosse oder Fluke wird bis zu 2,8 m breit und ist in der Mitte deutlich eingekerbt.

Der große und mächtige Kopf endet leicht zugespitzt. Der Schädel des Schwertwals, insbesondere die Oberkieferknochen, sind sehr breit und kräftig gebaut. Jede Kieferhälfte trägt 10 bis 14 Zähne von 2,5 bis 5 cm Durchmesser, insgesamt sind es 40 bis 56 Zähne. Um starke und bewegliche Beute festzuhalten und zu zerreißen, greifen die Zähne von Ober- und Unterkiefer ineinander.

Die Haut des Schwertwals ist schwarz-weiß gefärbt. Die Grundfarbe ist schwarz, der Bauch, der Kieferbereich und die Unterseite der Schwanzflosse sind weiß. Außerdem befindet sich hinter beiden Augen ein ovaler weißer Fleck. Hinter der Rückenflosse befindet sich außerdem ein etwas hellerer, grauer Fleck, der Sattelfleck genannt wird.

Rufe und Lautäußerungen[]

Unter den verschiedenen Gruppen, in denen sich die Schwertwale bewegen, gibt es unterschiedliche Dialekte. Außerdem nutzt der Schwertwal wie alle Delfine ein breites Lautrepertoire zur Kommunikation und Echoortung. Die fischfressenden Residents im Nordostpazifik kommunizieren beim Jagen über sich wiederholende klare Laute. Dabei nutzen sie je nach Schule 7 bis 17 verschiedene Typen von Lauten. Säugetiere jagende Schwertwale kommunizieren beim Beutefang hingegen nicht und nutzen auch nahezu keine Laute zur Echoortung, wohl um Beute nicht unnötig auf sich aufmerksam zu machen. Während rastende Schwertwale meist ruhig sind, äußern sie beim Sozialverhalten sich nicht wiederholende variable und pulsierende Laute. Ähnliches Lautäußerungsverhalten ist von Schwertwalen vor Norwegen bekannt.

Verbreitung und Lebensraum[]

Datei:Verbreitungsgebiet Orca.png

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Der Schwertwal ist weltweit verbreitet und kommt in allen Ozeanen und den größeren Meere vor. Er kommt sowohl in den Polarmeeren als auch in tropischen Gewässern vor. In den Tropen ist er vergleichseweise selten, die größten Populationen befinden sich in den höheren Breiten, besonders im Nordpazifik, Nordatlantik und den Polarmeeren. In Europa ist er besonders in Norwegen häufig, kommt aber auch in den nördlicheren Gewässern um Grönland, Island, die Bäreninsel und Spitzbergen vor. Auch in den Meeren um die Britischen Inseln kommt er vor, im Ärmelkanal und vor Westeuropa wird aber aber selten gesichtet. Im Mittelmeer werden auch nur in Ausnahmefällen aus dem Atlantik zugewanderte Schwertwale beobachtet. Gelegentlich schwimmt der Große Schwertwal auch in Mündungsdelta von Flüssen hinein. Der Schwertwal bevorzugt es aber, näher an der Küste zu leben und nicht im offenen Meer.

Nahrung und Jagdweise[]

Nahrung[]

Der Schwertwal steht am oberen Ende der Nahrungskette und ist ein Spitzenprädator. Sein Nahrungsspektrum umfasst mindestens 140 Arten von Fischen, Meeressäugern, Seevögeln, Kopffüßern und Meeresschildkröten. Örtlich spezialisieren sich Schwertwale auf bestimmte Beutetiere, ihre Jagdweise ist auf diese Beutetiere dann spezialisiert. Schwertwale sind für koordinierte Gruppenangriffe auf ihre Beute bekannt. Schwertwale sind auch dafür bekannt, andere Wale zu jagen. Am häufigsten sind dies kleine Wale wie andere Delfine – dazu schließen sich Schwertwale oft zu größeren Gruppen zusammen.

Jagdtaktiken[]

Die norwegischen Schwertwale ernähren sich vorwiegend von Heringen und jagen diesen in meist bis zu 20 m Tiefe nach. Daneben praktizieren einige Gruppen das sogenannte „Karussell“: ein Heringsschwarm wird an die Wasseroberfläche gejagt, mit Luftblasen aus den Blaslöchern eingekreist und durch Schläge mit der Fluke betäubt.

Die Schwertwale des Nordostpazifiks lauern Robben meist vor deren Rastplätzen am Strand auf und rammen sie mit ihrem Kopf oder schlagen sie mit der Fluke. Vor Argentinien lassen sich Schwertwale absichtlich stranden, um junge Robben in der Brandung zu fangen. Dazu schwimmen teilweise mehrere Schwertwale in einer Reihe auf den Strand zu, um den Robben den Weg abzuschneiden.

Von Schwertwalen aus der Antarktis ist bekannt, dass sie Eisschollen auf Robben und Pinguine überprüfen, die Eisschollen in kleinere Teile zerlegen und dann durch gemeinsames Schwimmen eine Welle erzeugen. Diese wirft das Beutetier von der Eisscholle.

Wenn Schwertwale Schulen von Delfinen angreifen, sondern sie einzelne Individuen ab und verfolgen diese bis zu deren Erschöpfung. Der Delfin wird dann unter anderem durch Rammen, Schläge mit der Fluke und Bisse getötet. Von großen werden meist die Kälber angegriffen. Angriffe auf ausgewachsene Bartenwale oder Pottwale sind hingegen sehr selten. In einem publizierten Fall wurde ein großer Blauwal angegriffen; ein Teil der Schwertwale hinderte den Wal am Abtauchen, indem sie unter seinem Bauch schwammen. Derweil bissen andere Schwertwale den Blauwal in seine Flossen.

Nahrungsaufnahme[]

Nachdem ein großes Beutetier getötet ist, teilen Schwertwale die Nahrung in vielen Fällen unter ihren Artgenossen auf. Beim Fressverhalten fällt auf, dass Schwertwale nur bestimmte Körperteile ihrer Beute fressen und den Rest übrig lassen, bei Pinguinen zum Beispiel nur die Brustmuskeln. Von großen Walen wird nur die Zunge, die Lippen und der Blubber gefressen und auch Robben werden von Schwertwalen entweidet, um an bevorzugte Körperteile zu gelangen.

Wenn bei der Nahrungsaufnahme des Schwertwals Beutestücke übrig bleiben, so werden sie oft von Seevögeln gefressen. Von einigen Seevögeln ist bekannt, dass sie Schwertwalen folgen. Sie zielen dabei anscheinend auch auf Nahrungsreste ab, zumal ein Schwertwal leichter als übliche Beutetiere zu finden ist.

Nahrungsbedarf[]

Ein männlicher Schwertwal hat einen täglichen Energiebedarf von rund 290.000 kcal. Dies entspricht 160 ausgewachsenen Stellers Seelöwen im Jahr. Eine Population von Schwertwalen hat also großen Einfluss auf ein Ökosystem.

Lebensweise und Fortpflanzung[]

Lebensweise[]

Der Schwertwal ist sehr gesellig und familienorientiert und lebt in größeren Gruppen, die aus über 40 oder 50 Mitgliedern bestehen können. Angeführt werden diese Gruppen von einem älteren, dominanten Weibchen angeführt, eine Gruppe besteht aber nur aus einem Männchen, vielen Weibchen und deren Nachwuchs. Die Mitglieder der Gruppe gehen gemeinsam auf Nahrungssuche, für diese verwenden sie etwa 60 bis 95 % ihrer Zeit. Nach Erreichen der Geschlechtsreife bleiben in der Regel Männchen wie auch Weibchen innerhalb ihrer Geburtsgruppe. Auch Luftsprünge und ähnliches lassen sichz als Sozialverhalten deuten.

Ziehende Gruppen bewegen sich mit rund 10 km/h fort, erreichen jedoch auch Geschwindigkeiten von über 20 km/h. Rastende Schwertwale bewegen sich sehr langsam, bleiben unter Wasser und tauchen alle 2 bis 5 Minuten auf. Manchmal verweilen Schwertwale auch bewegungslos an der Wasseroberfläche.

Sonstiges[]

  • Der Schwertwal ist die größte Art der Delfine.
  • Der Name "Schwertwal" kommt von der großen Finne.
  • Der Schwertwal wird zur Unterscheidung vom Kleinen Schwertwal auch "Großer Schwertwal" genannt.
  • Der Schwertwal gehört zu den intelligentesten Meeressäugern.

Quellen[]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „{{{1}}}“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom {{{2}}} [{{{3}}} (Permanentlink)] und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


  • [1] - Tierdoku.de - Interaktives Tierlexikon

Siehe auch[]

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