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Siamang

Symphalangus syndactylus

Systematik
Ordnung Primaten (Primates)
Unterordnung Trockennasenprimaten (Haplorrhini)
Teilordnung Affen (Anthropoidea)
ohne Rang Altweltaffen (Catarrhini)
Überfamilie Menschenartige (Hominoidea)
Familie Gibbons (Hylobatidae)
Gattung Symphalangus
Art Siamang
Allgemeines
Verbreitung: Malaiische Halbinsel, Sumatra
Lebenserwartung (Gefangenschaft): bis zu 35 Jahre
Lebenserwartung (Freiheit): 25-30 Jahre
Lebensraum: tropische Regenwälder und Bergwälder bis in 2300 m Höhe
Größe: 90-150 cm
Schwanzlänge: keiner
Gewicht: 10-15 kg
Ernährung: Pflanzenfresser
Gefährdung: EN (stark gefährdet)

Der Siamang (Symphalangus syndactylus) ist eine Primatenart aus der Familie der Gibbons (Hylobatidae).

Merkmale[]

Der Siamang ist mit einer Stehhöhe von bis zu 1,5 Metern und einem Gewicht von bis zu 15 Kilogramm der größte und schwerste Gibbon. Das Fell des Siamangs ist schwarz. Männchen sind etwas größer als Weibchen und haben einen Haarbüschel in der Genitalregion, das fast wie ein Schwanz aussieht. Die zweite und dritte Zehe sind miteinander verwachsen.

Verbreitung und Lebensraum[]

Siamangs leben in tropischen Regenwäldern und Bergwäldern bis in einer Höhe von 2300 Metern auf Sumatra und der Malaiischen Halbinsel.

Lebensweise[]

Der Siamang hat von allen Gibbons den engsten Familienzusammenhalt. Weibchen, Männchen und 1-2 Junge entfernen sich selten mehr als 30 m voneinander und sind meistens weniger als 10 m getrennt. Siamangfamilien besetzen ein Gebiet von etwa 47 Hektar, aber verteidigen nur etwa 60 Prozent davon als Revier. Dazu setzen sie vor allem ihre lauten Rufe und Schreie ein. Die dunkelgraue, elastische Kehlhaut des Siamangs bläht sich zur Größe einer Grapefruit auf, um die immens lauten Rufe zu verstärken. Die Schreie des Männchens sollen wohl Rivalen verunsichern, während die längeren, auffälligen Serien aus Belllauten der Weibchen der Verteidigung des Reviers gelten. Das Duett der Siamangs ist über einen Kilometer weit zu hören.

Etwa drei Fünftel ihrer Nahrung sind Blätter, ein Drittel sind Früchte, hinzu kommen einige Blüten und Kleintiere wie Larven. Der einzige bekannte Fressfeind des Siamangs ist der Nebelparder.

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