Tier Lexikon Wiki
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Klasse: Mammalia

Ordnung: Artiodactyla

Familie: Bovidae

Gattung: Redunca

IUCN: LC

Aussehen: Der Bergriedbock erreicht eine Körperlänge von 110 bis 135 Zentimeter, eine Schulterhöhe von 65 bis 75 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 18 bis 26 Zentimeter sowie ein Gewicht von 20 bis 38 Kilogramm. Weibchen bleiben deutlich kleiner und leichter als Männchen. Das Fell ist dorsal und lateral graubraun bis bräunlich gefärbt. Ventral weist das Fell eine cremefarbene bis fast weißliche Färbung auf. Gleiches gilt für die Unterseite des Schwanzes. Weibchen und ihre Jungen leben gesellig in kleinen Gruppen von bis zu zehn Tieren. Geschlechtsreife Männchen leben in Junggesellengruppen oder einzelgängerisch. Männchen legen ein territoriales Verhalten an den Tag. Sie beanspruchen ein Revier, das eine Größe von bis zu 50 Hektar aufweisen kann. Bergriedböcke sind sowohl am Tage als auch in der Nacht aktiv. Während der heißen Tageszeit ruhen sie allerdings im Schatten.

Verbreitung: Das Verbreitungsgebiet des Bergriedbocks ist im zentralen und östlichen und südlichen Afrika in drei große, räumlich voneinander getrennten Gebieten, aufgeteilt. Die Lebensräume der Bergriedböcke sind vielfältig. Sie leben in der Ebene als auch in Höhenlagen im Bergland. Man trifft sie in lichten Wäldern, an dessen Rändern sowie in Baum- und Buschsavannen und Steppen an. Eine Wasserquelle ist in jedem Fall in erreichbarer Nähe, da die Tiere täglich Wasser zu sich nehmen müssen.

Nahrung: Bergriedböcke sind reine Pflanzenfresser. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern. Auf Nahrungssuche gehen die Tiere zumeist am Vormittag und in den kühleren Abendstunden.

Fortpflanzung: Der Bergriedbock erreicht die Geschlechtsreife mit einem bis zwei Jahren. Bergriedböcke leben polygam, das heißt ein Bock paart sich mit mehreren Weibchen in einer Herde. In den meisten Verbreitungsgebieten erstreckt sich die Paarungszeit über das ganze Jahr, jedoch fallen die meisten Geburten in den Sommer oder in den beginnenden Herbst. An der Aufzucht des Nachwuchses ist das Männchen nicht beteiligt. Dieses wird nur von der Mutter geleistet. Nach einer Tragezeit von acht Monaten bringt das Weibchen ein Jungtier an einer geschützten Stelle abseits der Herde zur Welt. Bereits nach kurzer Zeit kann das Jungtier stehen und der Mutter folgen. Die Säugezeit erstreckt sich über sechs bis acht Monate. Die Unabhängigkeit wird kurz darauf erreicht. Die weiblichen Jungtiere verbleiben in der Regel in ihrer Geburtsherde, die Männchen verlassen die Herde und schließen sich Junggesellenherden an. In Gefangenschaft erreicht ein Bergriedbock ein Alter von 15 bis 18 Jahren.

Bergriedbock (Redunca fulvorufula).png
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