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Info: Die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) zählt innerhalb der Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae) zur Gattung Misumena. Sie wurde zur Spinne des Jahres 2006 gewählt.

Beschreibung:

Das Weibchen der Veränderlichen Krabbenspinne erreicht eine Körpergröße von 10 Millimeter, das Männchen lediglich 4 Millimeter. Neben der Größe unterscheidet sich auch die Färbung der Geschlechter. Das Männchen ist weißlich bis grünlich und ist sehr gut an den zwei gelblichen Streifen auf dem Hinterleib zu erkennen. Die Extremitäten sind bräunlich gefärbt. Das Weibchen kann seine Färbung dem jeweiligen Untergrund anpassen und reicht von gelb über gelbgrün bis weißlich. Der Hinterleib ist mit rötlichen Streifen gekennzeichnet.

Die Körperform ähnelt der einer Krabbe. Der Körper ist kurz, breit und flach. Die ersten beiden Beinpaare sind stark verlängert und dienen der Spinne um Beute zu greifen. Die hinteren beiden Beinpaare dienen zum Festhalten auf dem Untergrund. Die Veränderliche Krabbenspinne hat zwei Reihen Augen, die vorne am Kopf liegen. Die Kiefer sind recht klein und schlank. Ihre Spinnseide nutzen sie nur zum Spinnen des Kokons und zur Befestigung dessen.

Ihre Hauptverteidigung ist ihre Tarnung, da sie sich aufgrund der geringen Größe und des schwachen Giftes nur schwerlich verteidigen können.

Verbreitung: Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Nordamerika und das gemäßigte Europa. Erwachsene Tiere sind in der Regel von Mai bis Juli zu beobachten. Ihre Habitate können Wiesen, Felder, Waldränder aber auch Gärten und Parks sein. Sie halten sich in der Regel in Blüten auf. Man bekommt sie meist nur zu sehen, wenn sie gerade ein Beutetier überwältigen.

Nahrung: Wie alle Krabbenspinnen, so baut auch die Veränderliche Krabbenspinne kein Netz, sondern lauert als Ansitz- oder Lauerjäger auf ihre Beute. Dabei versteckt sie sich in Blüten und wartet geduldig auf vorbeifliegende Insekten, die Pollen oder Nektar aufnehmen wollen. Dazu gehören unter anderem Schwebfliegen, Honigbienen, Schmetterlinge und sogar kleinere Käfer. Das Beutetier wird mit den vier vorderen Beinen gepackt und mit den Giftklauen wird ein Gift injiziert. Die getötete Beute wird dann ausgesaugt.

Fortpflanzung: Die Paarungszeit beginnt mit dem Frühjahr. Das befruchtete Weibchen spinnt einen Kokon und legt dort ihre Eier ab. Der Kokon wird meist zwischen Blättern abgelegt und mit Spinnfäden befestigt. Die Jungtiere überwintern in diesem Kokon und schlüpfen im Frühjahr des Folgejahres. Die Veränderliche Krabbenspinne hat eine Lebenserwartung von zwei Jahren.

Veränderliche Krabbenspinne.jpg

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