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Info: Der Violette Blattkäfer (Chrysolina sturmi) zählt innerhalb der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) zur Gattung der Chrysolina.

Beschreibung: Der Violette Blattkäfer erreicht eine Körperlänge von sieben bis zehn Millimeter. Männchen bleiben deutlich kleiner als Weibchen. Der Kopf, der Thorax und die Flügeldecken sind dunkel blaugrün bis blau oder violett gefärbt und glänzen bei Lichteinfall metallisch. Die Flügeldecken sowie der Halsschild weisen eine leichte, kaum sichtbare Punktierung auf. Der kleine Kopf setzt sich deutlich vom Thorax ab. Der Violette Blattkäfer erinnert vom Aussehen her an die bekannten Marienkäfer, jedoch ist der Körper nicht rundlich, sondern deutlich ovaler. Die relativ kurzen Fühler bestehen aus zehn bis zwölf Segmenten und weisen eine dunkle Färbung auf. Die kurzen aber kräftigen Beine sind am ersten Segment seitlich abgeflacht und überwiegend dunkel gefärbt. Die Tarsen enden in hakenförmigen Fortsätzen, mit denen sie sich an Blättern festhalten können und sind hellbraun gefärbt. Die Flugzeit des Violetten Blattkäfers erstreckt sich von Mai bis August, selten bis September.

Verbreitung: Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas und des gemäßigten Asiens bis ins ferne westliche Sibirien. Die Violetten Blattkäfer sind für gewöhnlich an Waldrändern und auf Waldlichtungen anzutreffen. Geschlossene Wälder werden hingegen gemieden.

Nahrung: Der Violette Blattkäfer sowie dessen Larven ernähren sich hauptsächlich von den Blättern verschiedener Pflanzen wie zum Beispiel Gundermann (Glechóma hederácea), Wiesen-Labkraut (Galium mollugo), Wald-Labkraut (Galium sylvaticum), Moor-Labkraut (Galium uliginosum), Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) und die Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare).

Fortpflanzung: Die Paarungszeit erstreckt sich für gewöhnlich über den Sommer. Das Weibchen des Violetten Blattkäfers legt ihre Eier auf die Blätter von Futterpflanzen, insbesondere auf Pflanzen der Gattungen GlechómaGalium und Cirsium. Die aus den Eier schlüpfenden Larven fressen an den Blättern und hinterlassen meist nur noch das Blattskelett. Bei massenhaftem Auftreten können sie erhebliche Schäden an der Belaubung anrichten. Nach einigen Monaten und einhergehenden Häutungen verpuppen sich die Larven. Aus der Puppe schlüpft nach der Überwinterung im Frühjahr dann der fertige Käfer.

Datei:Violetter Blattkäfer.jpg

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