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Info: Der Waldkauz (Strix aluco) gehört zur Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae) sowie zur Gattung der Käuze (Strix).

Beschreibung: Der Waldkauz erreicht eine Körperlänge von bis zu 42 cm, eine Flügelspannweite von 90 bis 100 cm sowie ein Gewicht von 450 bis 550 Gramm. Weibchen werden etwas größer als Männchen. Die Gefiederfärbung variiert je nach Verbreitungsgebiet und reicht von rostbraun über graubraun bis grau. Das Gefieder ist mit hellen und dunklen Linien längsgestreift. Diese Streifung dient der Tarnung. Der Körper ist von gedrungener Gestalt. Der Kopf weist eine rundliche Form auf. Das Gesichtsfeld wird mit einem für Eulen typischen Federkranz umsäumt. Die Augen sind ungewöhnlich dunkel. Die Flügel des Waldkauzes sind relativ kurz und von rundlicher Form. Dennoch ist er ein sehr gewandter Flieger. Die vorwiegend nachtaktiven Vögel halten sich tagsüber an einem geschützten Platz in den Bäumen oder an ähnlichen Platzen auf. Im Mitteleuropa sowie in den südlichen Landesteilen Skandinaviens gilt der Waldkauz als Standvogel.

Verbreitung: Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Mittel- und Südeuropas. Auch in den borealen Gebieten im südlichen Skandinavien sowie im Bereich des Urals bis ins westliche Sibirien ist er zu Hause. Der Waldkauz ist auch in Nordafrika sowie im irakischen/iranischen Grenzgebiet anzutreffen. In Asien findet er vom Himalaya bis nach Korea seine Verbreitung. Der Waldkauz lebt vorzugsweise in Laub- und Mischwäldern. Aber auch in reinen Nadelwäldern ist er anzutreffen. In Mitteleuropa kann man den Waldkauz auch in Parkanlagen und Gärten beobachten.

Ernährung: Neben Kleintieren wie Mäusen, Ratten und kleinen Kaninchen jagt er auch Vögel und Amphibien. Selbst Insekten und Regenwürmer werden gefressen. Er jagt entweder von einer Ansitzwarte aus oder aus dem Segelflug, der knapp über dem Boden stattfindet. Beutetiere werden bei passender Größe mit dem Kopf voran im ganzen verschlungen. Größere Beute wird aber auch mit dem Schnabel zerteilt.

Fortpflanzung: Die Geschlechtsreife erreicht der Waldkauz mit gut einem Jahr. Die Brutzeit beginnt je nach Verbreitungsgebiet im Februar oder im März. Waldkauzpaare leben monogam und bleiben zeitlebens zusammen. Brutreviere in einer Größe von bis zu 80 Hektar sind keine Seltenheit. Das Nest wird für gewöhnlich in Baumhöhlen alter Bäume angelegt. Selten nisten sie auch in Felsnischen oder ähnlichen Plätzen. Die eigentliche Eiablage erfolgt etwa ab Ende März.

Das Weibchen legt zwischen drei und fünf weiße Eier, die über einen Zeitraum von etwa 28 Tagen bebrütet werden. Die Brut erfolgt bereits ab dem ersten Ei. Die nächsten rund 35 Tage verbleiben die Jungvögel im Nest. Danach erkunden sie bereits die nähere Umgebung auf den Ästen. Sie können zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht fliegen. Die Selbständigkeit erreichen sie in der Regel nach rund 90 Tagen. Die Lebenserwartung in menschlicher Obhut liegt bei bis zu 18 Jahren. In Freiheit liegt die Lebenserwartung deutlich darunter.

Waldkauz.jpg

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