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Info: Der Wasserläufer (Gerris lacustris), auch als Gemeiner Wasserläufer bekannt, zählt innerhalb der Familie der Wasserläufer (Gerridae) zur Gattung Gerris.

Aussehen und Maße: Der Wasserläufer erreicht eine Körperlänge von zehn bis fünfzehn, selten auch bis zwanzig Millimeter. Sein Körper ist ausgesprochen schmal und langgestreckt, wobei der Körper in der Mitte leicht verbreitert wirkt. Auch der Kopf ist extrem lang gestreckt, an dem die Augen weit hinten seitlich angebracht sind. Die Fühler befinden sich vorne am Kopf und bestehen aus vier Elementen. Die Körperfärbung reicht von braun bis fast scharz. Die Körperunterseite ist mit feinen silbrigen Härchen übersät. Dadurch perlt das Wasser ab, ohne daß der Körper nass wird. Die beiden hinteren Beinpaare sind stark verlängert und erreichen leicht eine Länge, die der Körperlänge entspricht. Das hintere Beinpaar dient auch als Steuerorgan.

Die Tarsen der Beinpaare sind mit einer feinen Schicht Härchen versehen. Aufgrund dieser Tatsache können die Tiere die Oberflächenspannung des Wassers nutzen, ohne darin zu versinken. Die Tarsen werden von den Tieren oft geputzt und dabei mit einer fettigen Schicht überzogen. Das vordere Beinpaar ist stark verkürzt und dient dem Wasserläufer nur zum Festhalten von Beutetieren. Auf dem Wasser können sie sehr weit springen. Weiten, die das 30-fache der eigenen Körperlänge übersteigen sind dabei keine Seltenheit. Regnet es, so suchen sie an Land Schutz unter Blättern oder ähnlichem. So gesehen handelt es sich beim Wasserläufer, trotz seines Lebensraumes, um ein wasserscheues Insekt. Aktiv sind sie meist mit beginnender Dämmerung. Während des Jahres kann es bis zu zwei Generationen kommen.

Verbreitung: Der Wasserläufer ist in weiten Teilen der kontinentalen Palärarktis verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa und die nördlichen Teile von Afrika. Im Osten erstreckt sich seine Verbreitung bis fast nach Sibirien. Sein Lebensraum sind flache, stehende Gewässer wie Tümpel, Teiche und kleinere Seen. Selbst größere Pfützen werden besiedelt. Der Wasserläufer hält sich dabei meist in Ufernähe im Flachwasser auf.

Ernährung: Der Wasserläufer und seine Larven ernähren sich von toten Insekten, die auf der Wasseroberfläche schwimmen. Dazu ist das vordere Beinpaar mit hochsensiblen Vibrationsorganen ausgestattet. So kann der Gemeine Teichläufer über Wellen im Oberflächenwasser die Beute lokalisieren.

Fortpflanzung: Bereits im zeitigen Frühjahr pflanzen sich die Wasserläufer fort. Hat sich ein Pärchen gefunden, so reitet das Männchen auf und es kommt zur Kopulation. Dabei sinken sie trotz des höheren Gewichtes nicht ins Wasser ein. Das Weibchen heftet ihre Eier knapp unter der Wasseroberfläche an Wasserpflanzen. Nach zwölf bis vierzehn Tagen schlüpfen aus den Eier die Larven, die wie die Imagines auf der Wasseroberfläche leben und auch die gleiche Ernährungsweise aufweisen. Während ihrer Entwicklung durchlaufen sie eine Teilmetamorphose mit insgesamt fünf Stadien. Am Ende steht das Imago. Die Gesamtentwicklungszeit erstreckt sich dabei über rund 30 Tage. Während eines Jahres kann es zu ein oder zwei Generationen kommen. Eine Überwinterung erfolgt als Imago an Land unter Laubschichten.

Wasserläufer.jpg

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